Am vergangenen Samstag haben wir auf unserer Seite 1 mit der Überschrift „Quantensprung in der Schulentwicklung“ darüber berichtet, dass die Stadt den schon bei der neuen WSW-Zentrale erfolgreichen Totalunternehmer Goldbeck mit dem Bau der siebten Gesamtschule rund um das frühere Art-Hotel an der Bockmühle beauftragt hat.
Das ist eine gute Nachricht für den Osten. Doch gibt es noch mehr aus Heckinghausen. Einem Stadtteil, der sich in Sachen Bildungszukunft in der Vergangenheit nicht eben in schmeichelhaften Schönwetterstrahlen sonnen konnte.
Um noch an der Bockmühle zu bleiben: Es ist ja nicht nur so, dass 2029/2030 der erste Bauabschnitt der im Osten dringend benötigten Gesamtschule in Betrieb gehen wird. Schon im kommenden Jahr unternimmt die Schule ihre ersten Schritte – in der Nachbarschaft in Langerfeld.
Auf der Grenze dieser beiden Stadtteile, im Bereich Rauental und Langerfelder Straße, kommt außerdem der Neubau einer Kita: Initiiert durch ein privates Investorenmodell, Betreiber wird ein freier Träger sein. Wie wichtig möglichst flächendeckende (Bildungs-)Versorgung schon für die Kleinsten ist, das kann nicht oft genug betont werden.
Weiter im Leben, weiter im Stadtteil: An der Gewerbeschulstraße wird gerade eine neue Grundschule gebaut. Zweizügig – und im Idealfall bietet sie bis zu 100 Prozent Plätze im Offenen Ganztag. Dazu passt, dass die Grundschule am Hammesberger Weg, ganz im Osten Heckinghausens, einen Anbau für ihren Offenen Ganztag erhält.
Nicht zuletzt: In der Nähe der siebten Gesamtschule rund ums Ex-Art-Hotel wird es eine Sporthalle geben. Die kommt nicht nur dem Schulsport zugute, sondern natürlich auch den in Wuppertal sehr aktiven Vereinen.
Warum ich das alles (sehr gerne) aufzähle? Weil solche Einzelnachrichten gerne untergehen. Und weil es wichtig ist, eine Gesamtschau zu präsentieren. Eine Gesamtschau, die beispielsweise Heckinghausens Bezirksbürgermeister Stefan Kühn dazu veranlasst, von einem „Bildungsquartier“ zu sprechen. Von einem lange Zeit vernachlässigten Teil der Stadt, der jetzt von sich sagen kann, dass man hier in Sachen Bildung von der frühkindlichen Zeit bis hin zu jungen Erwachsenen gut aufgestellt ist.
Es gibt noch einen Grund dafür, das laut und deutlich zu betonen: Weil gerade im Osten Wuppertals die Erzählung, die Stadt kümmere sich dort um nichts, so viele Menschen beim Wählen nach rechts gehen lässt.
Aber es stimmt halt nicht, dass sich niemand um den Osten kümmert. Es ist nicht wahr, dass es dort keine Zukunftsinitiativen gäbe. Ganz im Gegenteil. Und das muss man auch immer wieder offen sagen.