Nach Toreschluss - die Wochenendsatire Strafzoll auf Ossenkämper

WUppertal · Um Polarlichter zu sehen, muss man neuerdings nicht mehr nach Lappland fahren. Langerfeld reicht auch, wobei das verkehrstechnisch wegen der gesperrten Brücke Waldeckstraße ähnlich schwer zu erreichen ist.

Es wurde Licht ...

Foto: Wuppertaler Rundschau/jak

Im Osten Wuppertals soll das sonst den arktischen Regionen vorbehaltene Atmosphären-Phänomen diese Woche jedenfalls besonders eindrucksvoll zu beobachten gewesen sein. So viele bunte Lichter am Himmel sieht man in dieser Gegend sonst nur höchstens, wenn man zu viel Langerfelder Bleicherfeuer trinkt.

Apropos Himmel: Die Amerikaner wollen ja demnächst wieder Menschen auf den Mond schießen. Leider gehört Donald Trump nicht dazu. Er beschäftigt sich statt dessen mit dem Ankauf von Grönland, dessen wenige Einwohner und viele Bodenschätze er im Rahmen seiner weltbekannten Großherzigkeit vor den Russen und Chinesen schützen will.

Roderich Trapp.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Max Höllwarth

Das diene auch den Sicherheitsinteressen von Europa und Amerika. Und wenn die Dänen Grönland nicht verkaufen wollen, dann müssen zur Strafe alle EU-Länder Zölle in Dimensionen zahlen, die sogar die Ausmaße des Trump‘schen Selbstbewusstseins übersteigen, auch wenn das eigentlich kaum zu toppen scheint. (Bilder)

Bilder: Polarlichter über Wuppertal im Januar 2026
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Polarlichter über Wuppertal

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Ich finde allerdings, wir Wuppertaler können da durchaus von lernen. Der Trump-Logik folgend, die sich gerade weltweit durchsetzt, sollten wir dringend Anspruch auf Solingen erheben. Wir brauchen nämlich deren scharfe Klingen und sonstige Schneidwaren unbedingt, um uns wirksam gegen unsere natürlichen Feinde aus Düsseldorf verteidigen zu können. Bezahlen würden wir die Übernahme in Naturalien: Indem wir nämlich den Solingern das Geheimnis verraten, wie sich Busse ohne Oberleitungen frei in der Stadt bewegen können.

Schwelm nehmen wir auch noch dazu, damit wir einen Puffer haben, wenn die Russen kommen, die ja im Westen nicht mehr an Grönland vorbei können und sich deshalb andersherum in unsere Richtung orientieren müssen. Ihnen ein paar Westfalen in den Weg zu legen, ist ein legitimes Wuppertaler Sicherheitsinteresse, das auch die Schwelmer akzeptieren müssen.

Sollten sie sich jedoch weigern, in die beste Schwebebahnstadt der Welt eingemeindet zu werden, belegen wir den Ennepe-Ruhr-Kreis mit empfindlichen Wirtschaftssanktionen, gipfelnd in 150 Prozent Strafzoll auf jede nach Wuppertal exportierte Flasche Ossenkämper.

Und, Freunde, mal ganz ehrlich: Wenn Oberbürgermeisterin Miriam Scherff für die Beilegung des Krieges zwischen SPD und CDU nicht schleunigst vom Komitee in Oslo den Friedensnobelpreis bekommt, dann beschlagnahmen wir das Norwegische Holzhaus in der Kohlstraße und machen ein Donald-Trump-Museum daraus. Der amerikanische Präsident hat uns schließlich auf all diese guten Ideen gebracht ...

Bis die Tage!