Der Alarm ging um 23:27 Uhr ein. Die Einsatzkräfte sahen vor Ort ein massives Feuer und forderten deshalb Unterstützung nach. Gleichzeitig wurde der Löschangriff vorbereitet. Dazu wurden umgehend vier Abschnitte gebildet. Durch sie konnte verhindert werden, dass die Flammen auf weitere Gebäude übergriffen. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen keine.
Wegen der erheblichen Rauchentwicklung wurde die WarnApp „NINA“ aktiviert. Die Menschen wurden darüber aufgefordert, Türen und Fenster wegen der Geruchsbelästigung geschlossen zu halten. Der Rauch breitete sich unterdessen großflächig aus. Das galt und gilt vor allem für die Bereiche Unterbarmen, Rott, Klingelholl, Sedansberg und Wichlinghausen. Die Straßen Ostersbaum, Rudolfstraße und Schwesternstraße wurde komplett gesperrt. (Bilder)
Großbrand am Ostersbaum
Die Feuerwehr schickte Messfahrzeuge in die Umgebung. „Hierbei konnten bislang keine bedenklichen Konzentrationen von Schadstoffen festgestellt werden“, heißt es aus der Leitstelle. Dennoch wird die Bevölkerung auch mithilfe von Durchsagen aus Fahrzeugen gewarnt.
Im Einsatz waren beziehungsweise sind mehr als 100 Feuerwehrleute. Die Wachen der Berufsfeuerwehr übernahmen die Freiwilligen Feuerwehren. Es galt der so genannte „Stadtalarm“, mit dem die Alarmbereitschaft für alle Kräfte signalisiert wird. Auf der Hauptfeuer- und Rettungswache trat gleichzeitig der Führungsstab zusammen, um über die Lage zu beraten.
Der Brand war am frühen Morgen zwar deutlich eingedämmt, aber weiterhin noch nicht vollständig unter Kontrolle. Es finden noch Nachlöscharbeiten statt. Wodurch die Flammen ausgebrochen sind, steht derzeit noch nicht fest. Das gilt auch für die Höhe des entstandenen Sachschadens. Der liegt aber mindestens im sechsstelligen Bereich.