Man spürte sofort, dass sie den Siegeswillen hatte, den man beim ESC benötigt sei es die mentale Stärke als auch die künstlerische Hingabe. Die 33-Jährige, die als Teilnehmerin von „Deutschland sucht den Superstar“ 2011 bekannt wurde und dort den zweiten Platz belegte, gehörte von Anfang an zu meinen Favoriten im deutschen ESC-Vorentscheid. Ich hatte mich bis dato zurückgehalten, denn ich wollte so lange abwarten, bis ich sie -ive auf der Bühne erlebte.
Sarah überzeugte mit einem grandiosen und mitreißenden Auftritt, einer außergewöhnlichen Bühnenpräsenz sowie mit ihrer Stimme. Und sie überzeugte nicht nur die vor Ort im Studio anwesende internationale Jury, sondern gewann dann auch das spannende anschließende Publikumsvoting. Wir können uns auf eine mega-begeisterte Sarah Engels freuen, die in der Tat von ganzem Herzen für ihren Song „Fire“ brennt.
Nicht vergessen möchte ich aber auch die zwei anderen Acts im Finale des deutschen Vorentscheids, und zwar den Zweitplatzierten Liechtensteiner „Wavvyboi“ mit seinem Song „Black Glitter“, der ganz in Weiß mit Gitarre sehr kraftvoll war und auf jeden Fall positiv mit seiner Bühnen-show herausgestochen war.
Ja, und dann die drittplatzierte „Molly Sue“, deren berührende Ballade „Optimist – hahaha“ sowie überhaupt ihre gesamte Erscheinung auf der Bühne mich sofort auch in ihren Bann gezogen hat. Alle drei Finalisten habe ich kurz getroffen und wünsche allen weiterhin viel Erfolg im Show-Business. Gerne werde ich deren Verlauf weiter mit Freude verfolgen.
Doch ein weiterer Glückwunsch ist fällig, und zwar geht er an alle Verantwortlichen des SWR, der die Ausrichtung des ESC seit diesem Jahr vom NDR übernommen hat. Die monatelangen Arbeiten des SWR-Teams für deren ersten ESC-Vorentscheid haben sich in der Tat gelohnt, etwas die Künstler-Auswahl, die Bühne sowie die Halle. Einen lieben Gruß an dieser Stelle an die sehr sympathischen und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SWR-Teams, die ich persönlich vor Ort kennengelernt habe.
Apropos „Halle“: Das muss ich noch los werden! Für das eigentlich kleine Studio waren die Bestuhlung und die Stehplätze sowie die Ausrichtung auf die Bühne mega ausgenutzt. Ich hatte ein solch tolles Arena-Feeling an dem Abend wie schon lange bei keinem Vorentscheid. Während der Live-Show hatte ich auch wieder das mir bekannte schöne Gefühl, wie der ESC das Publikum begeistert.
Ja, der ESC verbindet, so ist es und so war es immer schon! Und wieder packe ich ihn aus, den Text unserer ESC-Legende Joy Fleming in ihrem Lied von 1975, und er ist mir wieder bewusster als je zuvor: „Ein Lied kann eine Brücke sein, und jeder Ton ist wie ein Stein, er macht Dich stark und fest, Du kannst darüber gehen, andere verstehen.“ Ja, ich war ja immer schon „Feuer und Fleming for the song of Joy“!
Auch das ganze Rahmenprogramm war fantastisch – die prominenten Gäste der Liveshow inklusive der tollen Rückblicke auf sieben Jahrzehnte Eurovision Song Contest und natürlich die grandios mit viel Charme, Witz und Schlagfertigkeit geführte Doppel-Moderation von Barbara Schöneberger und Hazel Brugger.
Michael Schulte (ESC 2018), Luca Hänni (ESC 2019) und Ruslana (ESC-Siegerin 2004 aus der Ukraine) sangen während der Show live bekannte ESC-Siegersongs. Hier überzeugten Ruslana mit einer energiegeladenen Performance von „Waterloo“, Luca Hänni mit berührender Stimme bei „Hold me now“ und "Michael Schulte" mit einer Wahnsinns-Balladen-Version von „Satellite“, die mir einen emotionalen Gänsehaut-Moment bescherte.
Ja, Ihr merkt, ich bin mega begeistert, aber da stehe ich wohl nicht alleine, denn die Einschaltquoten des erstmals unter SWR Federführung durchgeführte Vorentscheids lassen positiv aufhorchen, denn es ist die beste seit dem Jahr 2002. Grandios!
Nun freue ich mich auf die weitere Zeit und kann es kaum erwarten, wie es im Mai 2026 in Wien sein wird. Ich halte Euch weiter auf dem Laufenden. Und immer mit in meinen Gedanken sind „Germany 12 points“! Und don't forget; „I'm on Fire“! Viele musikalische Grüße, Euer Euro-Music-Peter!