Neuer Bericht 99 Standorte als Brachflächen identifiziert

Wuppertal · Die Stadt Wuppertal legt einen neuen Bericht zur aktuellen Brachflächen-Situation vor. Neben Informationen zum Bestand liefert er eine Bilanz über die Entwicklung der vergangenen 20 Jahre.

Eine der ehemaligen Kasernen auf Lichtscheid.

Foto: Klaus-Günther Conrads

„Derzeit liegen insgesamt 99 Standorte über 2.000 Quadratmeter mit einem Umfang von 132 Hektar brach. Viele der ermittelten Standorte befinden sich bereits in der Entwicklung, so 18 Flächen mit 55 Hektar Fläche. In diesen Fällen liegen konkrete Nutzungsperspektiven und wichtige Erkenntnisse vor. Das ist die Voraussetzung zum Start des Planungsprozesses“, erklärt die Verwaltungf.

Einige Projekte befänden sich schon in der Umsetzung: „In 32 Fällen mit einem Volumen von 31 Hektar kann der Standort sofort nachgenutzt werden, weil die Revitalisierung bereits abgeschlossen oder nicht notwendig ist. Das betrifft 32 Standorte mit einem Volumen von 31 Hektar. Bei 49 Standorten mit einem Volumen von 46 Hektar sind noch viele Schritte zu gehen. Häufig sind die Voraussetzungen wie vorhandene Gebäudesubstanz, Bodenbelastungen oder Eigentumsverhältnisse dort schwieriger.“

Hoffnung mache der Blick auf die zurückliegenden 20 Jahre: „Gemeinsam mit der Stadt Wuppertal haben Projektentwickler und Investoren 95 Standorte mit einem Volumen von 164 Hektar einer neuen Nutzung zugeführt. Eine große Rolle spielten dabei vor allem die ehemaligen Bahnflächen und der Kasernen-Standort an der Parkstraße. Hier entstanden sowohl attraktive neue Wohngebiete als auch Entwicklungsräume für Unternehmen.“

Oberbürgermeisterin Miriam Scherff: „Mir ist wichtig, dass wir die Entwicklung unserer Stadt gut und mit Weitblick steuern können. Das Handlungsprogramm verschafft uns einen guten Überblick und bildet die Grundlage, wenn es um Weiterentwicklung, Um- und Neunutzung von Brachflächen geht."

Brachflächen, sogenannte Innenentwicklungspotenziale, seien eine große Chance, die Stadt weiter zu entwickeln. „Die Kenntnis, wo welche Fläche mit welchem Potenzial zur Verfügung steht, hilft, den Druck auf den Freiraum zu minimieren“, so Planungs-Dezernent Gunnar Ohrndorf. „So können sich Investoren einen Überblick ver-schaffen, wo geeignete Räume für ihre gewünschte Maßnahme zur Verfügung stehen.“

Für Ressortleiter Rüdiger Bleck steht die Beseitigung städtebaulicher Missstände im Fokus: „Von leerstehenden Objekten kann eine negative Ausstrahlung ausgehen. Ihre Aktivierung führt zu einer Aufwertung des Umfelds und Steigerung der Aufenthaltsqualität für unsere Bürgerinnen und Bürger.“