Rotary Club Wuppertal Süd Frühjahrsputz auf dem jüdischen Friedhof Hugostraße

Wuppertal · Ärmel aufkrempeln und anpacken: Das hat sich der Rotary Club Wuppertal Süd vorgenommen. Die Mitglieder treffen sich am Sonntag (19. April 2026) zum Frühjahrsputz auf dem jüdischen Friedhof Hugostraße.

Der jüdische Friedhof am Weinberg (Symbolbild).

Foto: Jobcenter

Bereits im vergangenen Jahr nahmen die Rotarier Kontakt zum städtischen Ressort Grünflächen und Forsten auf, um ehrenamtlich eine „Hands-on“-Aktion durchzuführen. Die Aktion beginnt um 11 Uhr. Erwartet werden etwa 18 Mitglieder des Rotary-Clubs. Das benötigte Werkzeug wird von der Grünpflege gestellt.

Zusätzlich wird Nadja Levaggi vom Ressort Grünflächen und Forsten zum Projektstart vor Ort sein, um das Engagement zu unterstützen und zu begleiten. Gemeinsam mit lokalen Partnern und der Gemeinde möchten die Beteiligten einen sichtbaren Beitrag zur Pflege der Anlage leisten und damit das Gedenken und die Würde der Hinterbliebenen unterstützen.

Der jüdische Friedhof in der Hugostraße hat eine wechselvolle Geschichte. 1895 wurde er geweiht. Im November 1938 wurde die Totenhalle ebenso wie die beiden Wuppertaler Synagogen von Anhängern der Nationalsozialisten in Brand gesetzt. Dabei wurden auch die Grabsteine des Friedhofs teilweise umgestürzt und beschädigt. Die SS entfernte am nächsten Tag den Davidstern von der Kuppel des Daches der Totenhalle.

Die Ruine der Totenhalle wurde Anfang der 1950er Jahre abgerissen. Im Jahr 1992 wurde der Friedhof erneut durch Jugendliche verwüstet. Im Mai 2003 begann eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Hauptschule Hügelstraße bei einer Geschichtswerkstatt, die Gräber instandzusetzen. Unterstützung erhielten sie von der Evangelischen Kirchengemeinde Wupperfeld. Die Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal bietet regelmäßig Führungen auf dem der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Friedhof an.

Der Rotary Club Wuppertal Süd engagiert sich ehrenamtlich in lokaler Gemeinschaft, setzt auf konkrete Hilfsprojekte vor Ort und arbeitet eng mit kommunalen Stellen zusammen, um nachhaltige Verbesserungen zu ermöglichen.