Gegen 8 Uhr hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Arnsberg am Mittwoch (15. April 2026) am Schwelmer Bahndamm im Bereich der Märkischen Straße mit Ausschachtungs-, Grabungs- und Sondierungsarbeiten begonnen. Damit sollte geklärt werden, ob sich tatsächlich ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Erdreich befindet.
Gut drei Stunden später gaben die Fachleute Entwarnung. Sie hatten einen Eisenträger freigelegt. Deshalb wurde die zuvor organisierte Straßensperrung ebenso wie die geplante Evakuierung von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern abgesagt.
Rund 1.200 bis 1.300 Bürgerinnen Bürger im Umkreis von 250 Metern rund um den Verdachtspunkt. Hätten sie ihr Zuhause im Falle einer Bombenentschärfung vorübergehend verlassen müssen, wären sie mit Bussen zum Ausweichquartierquartier in der Turnhalle der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule gefahren worden.
Schwelms Bürgermeister Stephan Langhard dankte allen beteiligten Kräften – unter anderem dem Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg, der Deutschen Bahn, der Kreispolizeibehörde sowie der Abteilung Bevölkerungsschutz des Ennepe-Ruhr-Kreises, der Freiwilligen Feuerwehr sowie den Technischen Betrieben, den Verkehrsbetrieben, dem DRK, vielen weiteren Einrichtungen und der Stadtverwaltung.
Die „hervorragende, sehr professionelle Zusammenarbeit“ habe sich auch im Krisenstab der Stadt Schwelm widergespiegelt, so Schwelms Stadtoberhaupt. „Ich danke auch den Bürgerinnen und Bürgern sehr herzlich für ihr Verständnis und der Presse für ihre wichtige Informationsarbeit.“
Nach Angaben von Marcus Kramann (Beigeordneter und Geschäftsbereichsleiter für Bürgerdienste) waren rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung beteiligt, etwa im Einsatz an einer der geplanten Sperrstellen oder am Bürgertelefon bzw. als Helferinnen und Helfer in den Klingeltrupps, die die Anwohnerinnen und Anwohner informierten.