Die Ausgangslage ist klar: Der WSV benötigt sportliche Kompetenz. Sowohl die Vorstandsmitglieder Dr. Jochen Leonhardt und Ludger Kineke als auch die Mehrzahl der Verwaltungsratsmitglieder sehen sich nach eigener Einschätzung nicht als Fußballexperten, vor allem nicht im Tagesgeschäft. Entsprechendes Wissen ist aber gerade jetzt in der entscheidenden Phase der Kaderplanung vonnöten, zumal der WSV spät dran ist.
Und da bringt die Gerüchteküche nun den Namen Lennart Strufe hervor. Der 36-Jährige war seit März 2023 Scout beim 1. FC Köln, der seine Abteilung aber personell umgebaut hat. Davor arbeitete er als Jugendtrainer sowie Leiter der Scouting-Abteilung bei Jahn Regensburg sowie Trainer und Mitarbeiter in der Jugendabteilung der TSG 1899 Hoffenheim. Und – Strufe war 2016/17 Coach der U17 des Wuppertaler SV sowie Co-Trainer der U19. Er wird von ehemaligen Kollegen als offen und teamorientiert beschrieben.
Inhaltlich könnte der Name passen. Man habe „einen interessanten jungen Menschen im Visier, mit dem wir in die Zukunft blicken möchten“, hatte der Verwaltungsratsvorsitzende Dirk Polick am 18. Mai gegenüber der Rundschau gesagt. Die notwendigen „finalen Klärungen“, von denen Polick in Sachen Personal spricht, könnten sich bei Strufe auch auf die Vertragssituation beziehen.
Im Gegensatz zu Tim Schneider, sollte er wirklich der neue Cheftrainer des WSV werden. Der Vertrag des 44-Jährigen beim Oberliga-Spitzenreiter VfB Hilden, der am Sonntag in die Regionalliga aufsteigen kann, läuft aus (die Rundschau berichtete). Schneider könnte problemlos und ablösefrei wechseln.
Das alles ist bislang – wie gesagt – (noch) nicht vom Verein bestätigt. Für Gewissheit wollen die Gremien in der kommenden Woche sorgen. Danach soll die Planung (Kader, Trainingsstart etc.) in die Hände der sportlichen Leitung und das Trainers gelegt werden.