„Es wird noch ein paar Tage dauern, weil im Rahmen der Feinabstimmung noch ein paar Kleinigkeiten zu klären sind“, erklärte Polick am Donnerstagnachmittag (28. Mai 2026) auf Anfrage der Rundschau. Spätestens am Mittwoch und damit vor dem Feiertag solle aber Vollzug gemeldet werden.
Man sei zwar „spät dran“, doch die zusätzlichen Tage seien kein Problem: „Wir wissen durch die zahlreichen Mails, Anfragen und Telefonate, die bei uns eintreffen, dass noch viele gute Spieler vorhanden sind.“ Davon will der WSV bis zum Trainingsstart Ende Juni möglichst viele verpflichteten.
Zwar hatte Vorstand Ludger Kineke in der vergangenen Woche formuliert, dass der direkte Wiederaufstieg „nicht zwingend“ das Saisonziel sei. Aber, ergänzt Polick: „Wir möchten eine ambitionierte Truppe zusammenstellen, die im oberen Drittel mitmischt, bestenfalls unter den ersten Fünf. Was am Ende dann herauskommt, wird sich zeigen. Man muss sehen, wie schnell sich die Spieler finden und eine Einheit bilden. Klar ist aber, dass wir nicht ,La Paloma‘ spielen. Auch in der Oberliga gibt es viele ambitionierte Mannschaften, und Partien gegen den WSV werden da besondere Duelle.“
Und weiter: „Wenn wir eine saubere Saison hinlegen, kann sich das ja positiv auf die Zuschauer- und Mitgliederzahlen auswirken und auch auf Sponsoren. Dann kann eine Aufbruchstimmung gelingen. Wichtig ist, dass eine Identifikation entsteht und sich die Fans die Namen der Spieler merken.“
Dass die Wuppertaler Wirtschaft sich derzeit noch sehr zurückhaltend verhält und der Etat deshalb unter den bisherigen 700.000 Euro (in der Regionalliga für die erste Mannschaft und den Trainerstab) liegen wird, kann der Vorsitzende des Verwaltungsrates verstehen: „Wir führen sehr viele Gespräche. Viele warten erst einmal ab. Wir müssen erst einmal in Vorleistung treten.“
Die Zeit seit der Jahreshauptversammlung Ende März sei „intensiv“ gewesen. „Es gibt so viele Dinge, die es zu beachten gilt und die miteinander verbunden sind, dass man aufpassen muss, nicht etwas zu vernachlässigen“, so Polick. Dennoch mache die Aufgabe viel Spaß: „Wir sind eine tolle, dynamische Truppe, die dem Vorstand mit viel Herzblut in allen Bereichen zuarbeitet und ihn unterstützt. Wir haben einen guten Plan.“
Natürlich habe es auch große Reibungspunkte gegeben, aber: „Das ist absolut normal, alle mussten sich erst finden. Jetzt sind wir sehr gut in der Spur, alle haben dasselbe Ziel vor Augen. Alle müssen an die Schmerzgrenze gehen – auf und neben dem Platz.“