Zwei Spieltage vor dem Saisonende hat der BHC drei Punkte Vorsprung auf die beiden Nichtabstiegsplätze, nachdem GWD Minden in Gummersbach mit 22:32 verloren hatte. Minden besitzt zudem das deutlich schlechtere Torverhältnis. Schlusslicht Leipzig kann den BHC ohnehin nicht mehr einholen.
Der Vize-Pokalsieger kam nicht gut ins Match. Zwar glich Sören Steinhaus die Kieler Führung durch Eric Johansson (2.) postwendend zum 1:1 aus (2.), dann aber zog der Rekordmeister unter anderem durch jeweils zwei Treffer von Harald Reinkind und Lukas Zerbe auf 6:1 davon (8.). Das BHC-Trainerduo Arnor Gunnarsson und Markus Pütz nahm logischerweise eine Auszeit. (Bilder)
Die Worte fanden Gehör. Als Noah Beyer in der 13. Minute einen Siebenmeter verwandelte, stand es nur noch 4:7. Johannes Wasielewski hielt sein Team mit dem 5:8 in Schlagdistanz (15.). Eloy Morante Maldonado scheiterte zwar an Nationaltorwart Andreas Wolff, der THW konnte das aber nicht ausnutzen. Stattdessen netzte Lars Kooij zum 6:9 ein (19.). Allerdings baute Zerbe die Führung der Gäste wieder auf 11:6 aus (22.).
Aron Seesing gelang das 7:11 (23.). Beide Offensivreihen hatten in folgenden Minuten in einer hektischen Partie Probleme. Nach einer Zeitstrafe gegen Kooij stellte Nikola Bilyk auf 7:12 (28.), Zerbe legte zum 7:13 nach (28.). Der BHC traf nun nicht mehr, Eric Johansson netzte stattdessen zum 7:14 ein (30.). Auch Kim Voss-Fels vergab, auf der Gegenseite besorgte Johansson den 7:15-Halbzeitstand. Der war deutlich niedriger als im Hinspiel, das Kiel 43:35 (24:22) gewann.
Aus der Pause kam der BHC gut. Die ersten drei Tore (Seesing 2, Beyer) gingen auf sein Konto – 10:15 (33.). Kiel antworte aber schnell und lag nach dem Tor von Reinkind wieder 17:10 vorne (35.). Veron Nacinovic baute sogar auf plus 8 aus (37.). Kim Voss-Fels brachte den Gastgeber auf 13:18 heran (39.). Weiter schmolz der Rückstand aber nicht, Kiel hielt der BHC auf Distanz.
Nationalkeeper Andreas Wolff traf ins leere Tor – 16:24 (47.), Bilyk netzte zum 16:25 ein (48.). Der BHC bemühte sich, die zuletzt in der Liga schwächelnden Norddeutschen ließen aber nichts anbrennen. Kooij hielt das Ergebnis halbwegs in Grenzen – 20:27 (53.). Wasielewski sah die rote und die blaue Karte (54.).
Rasmus Ankermann sorgte spätestens mit dem 20:29 (55.) für klare Verhältnisse. Lukas Becher sorgte mit dem 22:29 für Ergebniskosmetik (58.), Reinkind zeichnete für den 30. Kieler Treffer verantwortlich (22:30, 58.). Fynn Hangstein nutzte einen Siebenmeter zum 23:31 (60.), Magnus Landin erzielte den 23:32-Endstand. Der Sieg der Gäste war ebenso klar wie verdient.
Die letzten beiden Saisonspiele bestreitet der BHC am kommenden Freitag (29. Mai) um 19 Uhr beim HC Erlangen und am 7. Juni um 15 Uhr in der Wuppertaler Uni-Halle gegen Frisch Auf! Göppingen.