Man bedanke sich mit Blick auf Mike Wunderlich „ausdrücklich für seinen Einsatz in einer sportlich herausfordernden Phase. Er hat Verantwortung übernommen und den Verein mit großem Engagement unterstützt“, heißt es in einer Stellungnahme. Der WSV arbeite „derzeit intensiv an der zukünftigen sportlichen Ausrichtung und wird zeitnah einen Nachfolger präsentieren. Ziel ist es, mit neuen Impulsen die Grundlage für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Wuppertaler SV zu schaffen.“
Wunderlich war in der Winterpause vom Ahrweiler BC an die Hubertusallee gewechselt. In den 16 Ligapartien holte er im Schnitt 0,56 Punkte. Als Tabellensiebzehnter verpasste der WSV den Klassenerhalt. Nach dem Abstieg von Fortuna Düsseldorf aus der 2. Liga und dem Zwangsabstieg der Düsseldorfer Reserve hätte Rang 16 gereicht, um weiter viertklassig zu bleiben. (Bilder)
Abstieg des WSV ist besiegelt
Die Entscheidung sei gemeinsam vom Vorstand und vom Verwaltungsrat getroffen worden, so der Verwaltungsratsvorsitzende Dirk Polick auf Nachfrage unserer Zeitung. Gleichzeitig bestätigte Polick gegenüber der Rundschau, dass der zuletzt als Favorit gehandelte Stephan Küsters doch nicht Sportlicher Leiter des WSV wird. Man habe stattdessen „einen interessanten jungen Menschen im Visier, mit dem wir in die Zukunft blicken möchten“. Einen Namen nannte Polick noch nicht.
Stephan Küsters kommentierte die Entscheidung gegenüber der Rundschau so: „Ich wäre auch in der Oberliga bereit gewesen, aber mein Konzept ist beim Verwaltungsrat nicht auf positive Gedanken gestoßen. Ich bin der Meinung, dass der WSV mit Blick auf die Fankultur eine schlagkräftige Truppe zusammenbekommen muss, um oben mitzumischen. Das sieht der Verwaltungsrat momentan offenbar anders und denkt da nicht erfolgsorientiert. Meiner Meinung wäre es aber möglich gewesen mit vernünftigen Kontakten. Am Gehalt wäre es bei mir auch sicher nicht gescheitert. Ich hatte schon einige Sponsoren am Start, die den WSV gerne unterstützt hätten.“
Derweil steht der erste Abgang fest: Stürmer Jeff-Denis Fehr schließt sich dem Mittelrheinligisten VfL Vichttal an.