Fußball-Regonalliga Verwaltungsrat will WSV in allen Bereichen neu aufstellen

Wuppertal · Der Verwaltungsrat des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV hat sich in einer schriftlichen Stellungnahme zur aktuellen Situation geäußert. Ziel sei ein „nachhaltiger Neuanfang“.

Dirk Polick (am Mikrofon) leitet den Verwaltungsrat.

Foto: Dirk Freund

„Diese Regionalliga-Saison war für uns alle eine große Enttäuschung. Die sportlichen Leistungen und das Auftreten unseres Vereins in dieser Spielzeit werden dem Anspruch und der Tradition des Wuppertaler SV in keiner Weise gerecht“, heißt es. Sportlich war diese Saison alles andere als zufriedenstellend – gemessen an der bisherigen Punkteausbeute wäre der Abstieg in die Oberliga sicherlich gerechtfertigt.“

Dennoch bestehe „durch die aktuelle Auf- und Abstiegsregelung sowie die weiterhin ungeklärte Situation rund um den Ligaverbleib von Fortuna Düsseldorf noch die Möglichkeit, unsere Entwicklung und den notwendigen Neuanfang auch in der kommenden Saison in der Regionalliga fortzusetzen. Auch wenn wir auf diese Ausgangslage nicht stolz sein können und sie umso deutlicher macht, wie kritisch wir unsere sportliche Situation bewerten müssen, lebt diese Chance dennoch weiter. Mit einem Sieg am letzten Spieltag gegen den Bonner SC können wir uns diese Hoffnung bewahren.“ (Bilder)

Bilder: WSV-Remis bei Fortuna Düsseldorfs U23
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WSV-Remis in Düsseldorf

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Foto: Dirk Freund

Dem neu gewählten Verwaltungsrat ist bewusst, „dass der WSV in den kommenden Monaten und Jahren vor tiefgreifenden Veränderungen steht. Wir sind bereits dabei, die Ursachen für diese Entwicklung sorgfältig aufzuarbeiten und werden daraus zeitnah Konsequenzen ziehen. Unser Ziel ist es, Strukturen zu schaffen, die sicherstellen, dass sich eine solche Saison nicht wiederholt. Dabei geht es uns nicht um kurzfristige Schuldzuweisungen, sondern um einen nachhaltigen Neuanfang. Nicht alles wird öffentlich diskutiert werden, denn der Verein braucht jetzt vor allem eines: Ruhe, Klarheit und eine konsequente Neuordnung.“

Man werde die bevorstehende Phase unabhängig von der Liga nutzen, „um den Verein organisatorisch, wirtschaftlich und sportlich neu aufzustellen. Unser Anspruch ist es, den Verein Schritt für Schritt zu stabilisieren und eine Grundlage zu schaffen, auf der der Wuppertaler SV dauerhaft erfolgreich sein kann.“

Das Team des Verwaltungsrats im Januar 2026 vor der Wahl (von li.): Bernd Gläßel, Ralf Bartsch, Dirk Polick, Jens Klein, Andreas Mucke, Marc Schulz, Benedikt Post und Heimo Schlitter. Es fehlt Christian Wimmer.

Foto: WSV

Das Gremium dankt besonders den Fans. „Ihr habt den Verein in dieser schwierigen Saison mit beeindruckender Loyalität begleitet. Ob zuhause im Stadion am Zoo oder auswärts – ihr habt gezeigt, was den WSV ausmacht. Eure Leidenschaft, eure Treue und eure Identifikation mit diesem Verein sind außergewöhnlich. Ihr habt dem Verein in einer schwierigen Zeit Halt gegeben und Unterstützung geleistet, die alles andere als selbstverständlich ist.“

Gleichzeitig bedanke man sich bei den Sponsoren und Unterstützern: „Dass sie dem Wuppertaler SV trotz dieser sportlich enttäuschenden Saison die Treue gehalten haben, ist ein starkes Zeichen des Vertrauens in unseren Verein. Wir hoffen sehr, dass sie uns auch auf dem nun anstehenden Weg des Neuaufbaus weiter begleiten und unterstützen werden.“

Ein zentrales Ziel sei es, „das Band zwischen Fans, Mannschaft und unserer Stadt Wuppertal wieder zu stärken und neu zu knüpfen. Der Wuppertaler SV ist mehr als ein Sportverein. Er ist ein wichtiger Teil dieser Stadt und ihrer Identität. Dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit wollen wir gemeinsam wieder mit Leben füllen.“

Der Verwaltungsrat verbindet seine Stellungnahme mit einer Bitte: „Kommt am Samstag um 14 Uhr ins Stadion am Zoo. Unterstützt die Mannschaft ein letztes Mal in dieser Regionalliga-Saison und lasst uns gemeinsam den Abschluss dieser Saison gestalten – mit Zusammenhalt, mit Leidenschaft und Hoffnung. Mit diesen Werten hat der Wuppertaler SV in seiner Tradition schon viele Herausforderungen gemeistert. Und auch diesmal gilt: Der WSV wird niemals untergehen!“

(red/jak)