Handball-BL: Samstag um 19 Uhr BHC will den zweiten Sieg gegen Hannover einfahren

Wuppertal · Nach der Niederlage in Wetzlar will sich der Handball-Bundesligist Bergischer HC im Abstiegskampf Luft verschaffen. Am Samstag (2. Mai 2026) läuft die TSV Hannover-Burgdorf um 19 Uhr in der Wuppertaler Uni-Halle auf.

Gerdas Babarskas im Pokalspiel gegen Hannover.

Foto: Dirk Freund

Anfang November gewannen die Löwen das Achtelfinale mit 40:38 nach zwei Verlängerungen. Zwei Wochen später revanchierten sich die Hannoveraner in der Bundesliga mit einem 34:30-Heimsieg. Nun treffen die Teams zum dritten Mal in dieser Saison aufeinander – und es hat sich einiges geändert. Christian Prokop ist nicht mehr Trainer bei den Niedersachsen. Im Januar hat Juan Carlos Pastor übernommen.

„Sie haben dann auch im System etwas modifiziert“, sagt BHC-Trainer Arnor Gunnarsson. „Es wird viel mit Kreuzbewegungen und Übergängen von außen gespielt. Die Abwehr ist ähnlich – meistens ist es eine offensiv ausgerichtete 6:0-Deckung. Gegen Gummersbach haben sie zuletzt auch mal zehn Minuten mit einer 3:2:1-Variante gespielt.“

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BHC-Pokaltriumph über Magdeburg

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Für Hannover steht in der Liga nicht mehr so viel auf dem Spiel. Das Team befindet sich im gesicherten Mittelfeld. In der European League ist sogar der Einzug ins Final-Four möglich. Am Mittwoch gelang ein 39:39 im Viertelfinal-Hinspiel bei der SG Flensburg-Handewitt. Das Rückspiel findet bereits am Dienstag statt. Ein Vorteil für den BHC? „Im Hinspiel hatten sie nur zwei Tage Pause nach einem internationalen Einsatz. Da haben sie uns geschlagen“, erinnert sich Markus Pütz, der zweite Cheftrainer des BHC. „Wir müssen uns jedenfalls auf alles vorbereiten.“

Nur auf Marian Michalczik nicht. Der Rückraumspieler hat sich einen Fußbruch zugezogen. „Er war ein wichtiger Pfeiler“, weiß Pütz. Der Großteil des Teams ist fit. Renars Uscins, der vor fünf Jahren auch eine halbe Saison beim BHC gespielt hat, Leif Tissier, Justus Fischer und Jonathan Edvardsson sind genauso dabei wie Lukas Stutzke, der viele Jahre zum Löwen-Inventar gehörte. Im Tor ist die TSV mit Joel Birlehm und Simon Gade ebenfalls stark besetzt.

Arnor Gunnarsson und Markus Pütz wissen, dass sich ihr BHC eine solch schwache Phase wie am Sonntag zu Beginn der zweiten Halbzeit bei der HSG Wetzlar nicht erlauben darf. Acht Gegentore in Serie kosteten letztlich die Siegchance, so dass die HSG Wetzlar nach dem 33:29 feierte. „Es waren nicht nur die 15 Minuten, wir hatten auch andere Phasen, die nicht gut waren“, sagt Markus Pütz. „Schon in der ersten Halbzeit lassen wir Wetzlar zurückkommen. Und als die zweite Hälfte dann so ungünstig beginnt, wollten wir das so schnell wie möglich gutmachen – was es nur noch schlimmer gemacht hat.“

Die Enttäuschung nach der Leistung verhehlen die Trainer nicht. „Aber wir hinterfragen uns da auch selbst. Wir haben es im Training nicht geschafft, die Mannschaft nach der Doppelbelastung beim Final4 wieder so aufzubauen, dass sie ihre Leistung 60 Minuten halten konnte“, erklärt Pütz. Gunnarsson fügt an: „Die Reaktion im Training war diese Woche deutlich zu sehen. Das waren sehr intensive Einheiten.“

Mit unverändertem Kader wollen die Bergischen ihre nächste Chance auf wichtige Punkte unbedingt nutzen. Pütz: „Für uns sind das sechs Endspiele zum Abschluss der Saison. Das erste davon haben wir verloren, aber wir sind sicher, dass wir das Potenzial haben, jedes dieser Spiele gewinnen zu können, wenn wir 100 Prozent erreichen. Das ist das Ziel für Samstag.“

Tickets für das Match sind im BHC-Onlineshop noch verfügbar. Die Abendkasse an der Uni-Halle öffnet um 17:30 Uhr.