Markus Pütz (Trainer Bergischer HC): „Es war ein verdienter Sieg, der auf eine Phase zurückzuführen ist, in der wir nicht gut spielen. Wir starten gut, haben uns viel vorgenommen, schlagen aber nicht das Kapital aus der Leistung, weil wir ein paar Fehler zu viel machen und Wetzlar das dann bestraft. Die Phase von 16:16 auf 24:16 ist dann ein kleiner Blackout des Kopfes. Ich weiß nicht, ob vielleicht auch die Müdigkeit ein bisschen durchgeschlagen ist. Es ist die Phase, die uns das Spiel wegzieht. Wir kommen über das Sieben gegen Sechs gefühlt noch mal in Schlagdistanz. Da hätte dann alles passen müssen.
Am Ende reicht es nicht. Es war für beide Seiten ein wichtiges Duell. Am vorigen Spieltag haben wir einen Pluspunkt auf die Abstiegszone gemacht, jetzt haben wir einen Minuspunkt auf die Abstiegszone gemacht. Dann werden wir im nächsten Heimspiel punkten.“
Runar Sigtrygsson (Trainer HSG Wetzlar): „Ich bin unheimlich froh über die zwei Punkte. Hätten wir verloren, wäre der BHC sechs Punkte weg von uns gewesen. Jetzt sind es zwei. Damit ist der Abstiegskampf mehr geöffnet als vorher. Am Anfang kamen wir nicht gut rein. Uns war klar, wenn wir keine Gegenwehr leisten, wird es leicht für den BHC heute.
Aber wir hatten die Hoffnung, dass der Gegner früher müde wird als sonst, wenn wir es schaffen dagegenzuhalten. Das ist uns im Laufe des Spiels gelungen. Die Abwehr war gut heute, und beide Torhüter haben uns geholfen. Man weiß nicht, was am nächsten Spieltag kommt, aber heute sind wir glücklich. Die beiden Punkte haben wir
gebraucht.“
Fabian Gutbrod (Sportlicher Leiter Bergischer HC): „Wir haben in den 15 Minuten nach der Pause ein Tor geworfen und acht bekommen. Das ist in Summe einfach zu viel, um ein Bundesligaspiel zu gewinnen. Wir haben dann gar nichts, auf das wir uns verlassen können – sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Wir haben auch keine individuellen Leistungen. Markus und Arnor versuchen alles, nehmen zwei Auszeiten, stellen die Abwehr und den Angriff um. Aber die Hypothek war einfach zu groß.“