Die Stimmen nach dem Spiel BHC-Trainer Pütz: „Das war großes Kino“

Wuppertal / Köln · Als klarer Außenseiter war der Handball-Bundesligist Bergischer HC ins Pokal-Halbfinale gegen den SC Magdeburg gegangen – und sorgte für eine faustdicke Überraschung. Die Stimmen aus der Kölner Lanxess-Arena.

Die Trainer Arnor Gunnarsson (li.) und Markus Pütz.

Foto: Dirk Freund

Markus Pütz (Trainer Bergischer HC): „Für uns ist das eine Wahnsinnssache. Im Siebenmeter-Werfen kann natürlich alles passieren. Es war ein Spiel auf Messers Schneide. Ich bin sehr stolz auf die Jungs, wie sie das Match angenommen haben. Wie leidenschaftlich wir verteidigt haben und Magdeburg nach 60 Minuten bei 22 Toren gehalten haben. Wir haben auch Spielwitz gezeigt bei den Aktionen mit dem letzten Pass.

Viele von uns kommen aus der Region und saßen auf der Tribüne, haben hier in dieser Halle mal zugeguckt und damit fing es an, sich für den Handball zu begeistern. Dass wir dann hier mal stehen dürfen und ins Finale einziehen, ist Wahnsinn. Riesenrespekt an die Mannschaft. Das war großes Kino.“ (Bilder)

Bilder: BHC-Pokaltriumph über den SC Magdeburg
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BHC-Pokaltriumph über Magdeburg

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Foto: Dirk Freund

Bennet Wiegert (Trainer SC Magdeburg): „Es war ein absolut verdientes Weiterkommen des BHC. Ich fand es auch nicht glücklich, wenn man den Spielverlauf anschaut. Der BHC hat es absolut verdient, das Finale klarzumachen.

Natürlich kann man sagen, dass das Siebenmeter-Werfen eine Lotterie ist. Das sehe ich nicht so. Wer in 2026 unsere Probleme vom Punkt kennt, weiß, dass ich nicht glücklich war, ins Siebenmeter-Werfen zu gehen. Ich kann nur gratulieren. Es war ein aufopferungsvoller Kampf des BHC. Wir haben versucht, dagegen zu halten. Aber wir hatten nicht das spielerische Moment, um das so zu lösen, wie wir das gewohnt können. Unsere Wurfquote war einfach auch zu schlecht, um als Sieger vom Parkett zu gehen.

Es tut unheimlich weh, in der Kabine sieht es aus wie ein Trümmerhaufen. Wir waren in den letzten Monaten verwöhnt von Siegen, aber haben auch die Größe eine Niederlage anzuerkennen.“

Fabian Gutbrod (Sportlicher Leiter Bergischer HC): „Wir hatten uns vorgenommen, dass wir das Spiel so lange wie möglich offen halten. Das ist uns dann sehr lange geglückt. Wir machen es überragend, waren klarer Underdog und schaffen es, zumindest das Siebenmeter-Werfen zu verdienen. Das gewinnt man in der Regel glücklich. Trotzdem ist die Freude riesengroß bei uns.“

(red/jak)