Die Stimmen nach dem Spiel BHC-Trainer Pütz: „Sind mit vielen Dingen zufrieden“

Wuppertal / Düsseldorf · Die Ausgangslage war klar. Der Handball-Bundesligist BHC trat als Außenseiter gegen den SC Magdeburg an – und stand kurz vor einem Punktgewinn. Die Stimmen nach dem Abpfiff.

BHC-Trainer Markus Pütz.

Foto: Dirk Freund

Bennet Wiegert (Trainer SC Magdeburg): „Der BHC spielt einen guten Handball, hat ein enormes Kämpferherz und genau das, was man im Abstiegskampf benötigt. Deshalb war ich nicht überrascht, was heute hier passiert ist. Vielleicht war ich etwas überrascht, wie wir angegriffen haben. Wir haben gut verteidigt über 60 Minuten und dem BHC das Leben sehr schwer gemacht. Aber der BHC hat das genauso gut gemacht und überragend verteidigt.

Gisli Kristjansson war annährend abgemeldet, Omar Ingi Magnusson hat sich extrem schwergetan. Da hat natürlich Felix Claar in seiner heutigen Verfassung geholfen. In der zweiten Halbzeit ist es uns nicht gelungen, uns abzusetzen. Dann ist der BHC im Glauben an sich selbst und seine Stärken so gut, dass er noch mal auf Unentschieden stellt. Dann kann es in beide Richtungen ausgehen. (Bilder)

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BHC stresst SCM lange

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Deshalb bin ich extrem erleichtert, dass wir die zwei Punkte mit nach Magdeburg nehmen, weiß aber, dass nicht viel gefehlt hat, um Punkte zu verlieren. Man muss einfach auch anerkennen, wenn der Gegner einem das Leben so schwer wie nur möglich macht. Wir haben heute mit dem BHC eine Mannschaft getroffen, die uns in ihrer Abwehr in vielen Zweikämpfen fantastisch verteidigt hat. Das gilt es anzuerkennen. Trotzdem kann ich mir vorstellen, wie der BHC sich gerade fühlt, weil nicht viel gefehlt hat, um Punkte im Abstiegskampf einzufahren.“

Markus Pütz (Trainer Bergischer HC): „Am Ende kann es in beide Richtungen kippen. Kleinigkeiten lassen das Pendel ausschlagen. Wir werfen an die Latte, kriegen einen unglücklichen Pfiff mit einem Fußspiel. Dann macht es Magdeburg sehr gut und abgeklärt. Wir wissen, wenn beide Mannschaften ihre Leistungen bringen, haben wir keine Chance. Deshalb mussten wir überperformen.

Wir sind mit vielen Dingen zufrieden – gerade mit der Startphase. Wir halten den Abstand bei drei Toren bis zum 10:7. Dann bricht uns die doppelte Unterzahl zu Beginn der zweiten Halbzeit ein bisschen das Genick. Wir kämpfen uns durch Paraden von Lukas Diedrich zurück und verlieren am Ende unglücklich. Für uns war es wichtig, dass wir auf uns gucken.

Wir wollten eine Entwicklung im Vergleich zum Hinspiel sehen, in dem wir 37 Minuten gut mithalten, aber dann mit neun Toren Unterschied verlieren. Da sind wir auf einem guten Weg. Trotzdem brauchen wir Punkte. Heute wäre es Bonus gewesen. Im nächsten Spiel in Hamburg soll es dann gelingen. Wir brauchen Punkte, um in der Liga zu bestehen, und wissen, dass wir nicht weit weg sind.“

Fabian Gutbrod (Sportlicher Leiter Bergischer HC): „Es ist schade, weil wir ein sehr gutes Spiel machen und im Prinzip 60 Minuten auf Augenhöhe sind. Vor allem in der Abwehr verteidigen wir eigentlich alles weg und lassen wenig zu. Wir haben Magdeburg viel abverlangt. Auch mit ein bisschen Abstand fühlt sich unsere Niederlage nicht gut an. Wir haben es fantastisch gemacht, hatten eine tolle Unterstützung von den Rängen und bekommen Leistung auf allen Positionen.

Wir kriegen 27 Tore, obwohl wir nicht die außergewöhnliche Torhüter-Leistung wie in den vergangenen Spielen hatten. Das sagt viel über unsere Abwehr aus. Wir haben zwei Pfostenwürfe, auch zwei unglückliche Schiedsrichter-Entscheidungen gegen uns in den letzten paar Minuten. Deshalb nervt das schon sehr, weil wir den SC Magdeburg da hatten, wo wir ihn haben wollten.“

(red)