Handball-BL: Sonntag ab 18 Uhr Der BHC will die nächste gute Arbeit abliefern

Wuppertal · Beim Handball-Bundesligisten Bergischen HC herrscht nach dem überzeugenden 35:28-Erfolg in Leipzig sehr gute Stimmung. Am Sonntag (8. März 2026) um 18 Uhr tritt das Team bei den Rhein-Neckar Löwen in der SAP-Arena an. Die Rollen sind klar verteilt.

Fynn Hangstein (vorne) in Aktion.

Foto: Dirk Freund

Im Löwenduell sind natürlich die Mannheimer favorisiert. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der BHC das Hinspiel in Düsseldorf mit 30:27 gewonnen hat. Die Trainer Arnor Gunnarsson und Markus Pütz sind aber auch deshalb davon überzeugt, dass die Rhein-Neckar Löwen schlagbar sind.

„Es ist natürlich jetzt ein anderes Spiel. Auswärts ist es sowieso schwieriger. Aber die Rhein-Neckar Löwen haben noch Schwankungen in ihren Leistungen und stehen ein bisschen unter Druck. Sie müssen uns schlagen, wenn sie nächste Saison international spielen wollen“, sagt Pütz.

Mit 26:20 Punkten sind die Mannheimer Siebter, verlieren aber voraussichtlich noch zwei Punkte. Beim 32:30-Sieg über den TBV Lemgo Lippe fehlte die unterschriebene Anti-Doping-Schiedsvereinbarung eines Spielers, der im Protokoll stand. Aufgrund dieses formellen Verstoßes steht die Entscheidung des Punktabzugs bereits fest. De Mannheimer können aber Rechtsmittel einlegen, so dass die Tabelle noch nicht aktualisiert wurde.

Sportlich läuft es für die Mannschaft insbesondere vor heimischer Kulisse eigentlich sehr gut. Acht Siege, zwei Niederlagen und ein Unentschieden stehen in der SAP-Arena zu Buche. „Für uns wird es darauf ankommen, dass wir gut gegen Haukur Thrastarson, Jannik Kohlbacher und auch Dani Baijens arbeiten“, betont Gunnarsson.

Es handelt sich um die drei torgefährlichsten Spieler und bei den beiden Letztgenannten um die Spielmacher. Thrastarson führt die 1. Bundesliga mit 121 Assists deutlich an. „Die Kooperation mit Kreisläufer Kohlbacher ist einfach überragend. Das müssen wir verteidigen“, sagt Pütz.

Das Selbstvertrauen, um auch auswärts eine Chance gegen eine Mannschaft der oberen Tabellenhälfte zu haben, hat der BHC in diesen Tagen bestimmt. Denn beim SC DHfK Leipzig zeigte die Löwen eine herausragende Vorstellung. „Es hat vieles funktioniert, das nicht selbstverständlich ist“, meint Markus Pütz. „Wir hatten hinterher eine so hohe Angriffseffizienz, dass wir nicht mehr ins Tempospiel gehen mussten, sondern lieber lange und konsequent angegriffen haben.“

65 Prozent aller BHC-Angriffe endeten mit einem Tor, in der zweiten Halbzeit waren es sogar 73 Prozent. „Und die Chancen, die wir in der zweiten Hälfte vergeben haben, waren auch noch Sechs-Meter-Würfe“, sagt der BHC-Coach. „Das war schon stark, wie sich die Jungs da präsentiert haben. Wobei zur Wahrheit auch gehört, dass den Leipzigern die Leistung fehlte.“

Überrascht vom eigenen Team war das Trainerduo nicht. Gunnarsson: „Die Jungs hatten so viel investiert in der Trainingswoche. Wenn man das jeden Tag sieht, ist eine solche Leistung mehr eine Bestätigung. Wir wussten, dass es möglich ist.“

Ob sich der Trend nun in Mannheim fortsetzt? Personelle Ausfälle haben die Bergischen jedenfalls nicht. Es wird derselbe Kader antreten wie in Leipzig. Eventuell steht Niklas Michalski als zusätzlicher Rechtsaußen zur Verfügung. Noah Beyer, der aufgrund einer Wadenzerrung zuletzt nur für die Siebenmeter hereinkam, wird am Sonntag wieder belastbarer sein.