Auch über das Wochenende galt Lennart Strufe als wahrscheinlichster Kandidat (die Rundschau berichtete), eine offizielle Bestätigung des Vereins gibt es aber bislang weiterhin noch nicht. Sollte es so sein, wurden offenbar inzwischen die arbeitsrechtlichen Details geklärt. Strufe war bis zum Frühjahr Scout des Bundesligisten 1. FC Köln. Die Domstädter haben ihre Abteilung aber massiv umgebaut.
Und so will wohl nun der WSV von den Kontakten des 36-Jährigen profitieren. Was insofern passen würde, als die Rot-Blauen wegen der nicht prall gefüllten Kassen möglichst viele gute, aber eben auch preisgünstige Transfers umsetzen müssen. Davor arbeitete Strufe – in unterschiedlichen Funktionen – bei Jahn Regensburg und der TSG 1899 Hoffenheim. Den WSV kennt er, war er doch 2016/17 Coach der U17 des Wuppertaler SV sowie Co-Trainer der U19.
Spätestens Mitte der Woche dürfte dann auch klarer werden, inwieweit in den vergangenen Wochen Neuverpflichtungen vorangetrieben bzw. bereits unter Dach und Fach gebracht wurden. Bis zum Trainingsstart (Ende Juni oder Anfang Juli) sind es nur noch rund zwei Wochen. Da ein komplett neues Team aufgebaut werden muss, und das nicht mehr unter Profibedingungen, gilt es als wahrscheinlich, dass das Aufgebot zum Auftakt noch nicht komplett ist.
Was auf den WSV unterdessen in der Oberliga Niederrhein zukommt, hatte Tim Schneider bereits angedeutet (hier klicken). Mit den Mitabsteiger SSVg. Velbert und Fortuna Düsseldorf U23 sowie dem KFC Uerdingen gibt es schon jetzt mehrere Vereine, denen Ambitionen nachgesagt werden, wieder rasch in die Regionalliga zurückkehren zu wollen.
Und allen voran Germania Ratingen. Präsident Jens Stieghorst, ein gebürtiger Wuppertaler, kündigte gegenüber der „Rheinischen Post“ an: „Wir greifen voll an. Wir sind Zweiter geworden, da kann ich jetzt nicht sagen, wir werden nächstes Jahr Fünfter – nein. Wir greifen wieder voll die Spitze an. Was dann dabei rauskommt, müssen wir sehen.“