Ob es dazu kommt, dazu äußert sich der 44-Jährige verständlicherweise noch nicht. Für ihn hat die letzte Partie, die um 15 Uhr beim SC St. Tönis beginnt, absolute Priorität. „Wir wollen den Aufstieg jetzt klar machen“, sagte Schneider gegenüber der Rheinischen Post.
Und auch die Verantwortlichen des WSV hüllen sich noch in Schweigen, verweisen auf die kommende Woche. Es seien noch mehrere Kandidaten im Rennen, hatte Verwaltungsratschef Dirk Polick gegenüber der Wuppertaler Rundschau erklärt.
Allerdings kann sich die Entscheidung – immer vorausgesetzt, Schneider wird es wirklich – um sieben weitere Tage verschieben. Denn: Sollten Hilden und der direkte Verfolger Germania Ratingen (tritt beim 1. FC Monheim an), der einen Punkt weniger auf dem Konto hat, nach dem Abpfiff punktgleich sein, entscheidet nicht das Torverhältnis (derzeit plus zwei zugunsten von Hilden). Stattdessen käme es laut Statuten zu einem Entscheidungsspiel. Nämlich dann, wenn Hilden verliert und Ratingen ein Unentschieden holt.
Viel Zeit zu feiern hätte Schneider, der in Remscheid wohnt und es nicht weit zum Stadion am Zoo hat, nicht. Ende Juni will der WSV zum Trainingsauftakt bitten. Und noch steht kein Spieler unter Vertrag. Zumindest ist offiziell noch nichts bekannt, wenngleich im Hintergrund natürlich entsprechende Gespräche gelaufen sind und weiter laufen.
Eingebunden wird dann auch der neue Sportliche Leiter. Hier gilt weiterhin Lennart Strufe als heißer Kandidat (die Rundschau berichtete). Und auch Marc Bach, der Leiter des WSV-Nachwuchszentrums, wird sicher involviert sein. Der 48-Jährige kennt Schneider übrigens aus seiner Zeit als Trainer des VfB Hilden (2018 bis 2020). Schneider, der währenddessen die zweite Mannschaft des VfB betreute, wurde im Sommer 2020 Bachs Nachfolger.