„Es geht um die sportliche Leitung, mehr verrate ich nicht“, so Kineke. Und demnach auch nicht, ob der Betreffende als Sportchef und Trainer in Personalunion agiert oder doch zwei Personen verpflichtet werden. Das erste Denkmodell würde Kosten sparen und damit den Etat, der unter den 700.000 Euro (für die erste Mannschaft und den Trainerstab) für die laufende Regionalliga-Saison liegen wird (die Rundschau berichtete mehrfach), entlasten.
Nach Rundschau-Informationen drängt auch der Verwaltungsrat darauf, den Verein strukturell neu aufzubauen – und ebenfalls sportlich. Ein direkter Wiederaufstieg ist – nicht zuletzt auch aus Kostengründen – demnach nicht das vorrangige Ziel. Stattdessen soll ein oder zwei Jahre lang ein Team geformt werden. Kineke nennt die Stichwörter „organischer Aufbau, langfristig, nachhaltig, mit Identität“.
Unterdessen ist die Wahrscheinlichkeit, dass in der kommenden Saison im Stadion am Zoo Regionalliga-Fußball zu sehen ist, gering. Wie die Rundschau bereits Mitte April berichtete, hatte der potenzielle Aufsteiger VfB Hilden beim Wuppertaler Sportamt angefragt. Anfang Mai hatte die „Rheinische Post“ aber berichtet, dass das Stadion Am Bandbusch rechtzeitig Regionalliga-tüchtig und vor allem der vom Verband geforderte Zaun für den mindestens 800 Plätze umfassenden Stehplatz-Gästebereich gebaut wird. An dem Kosten beteiligt sich der Verein. Zwei Spieltage vor dem Saisonende liegt Hilden einen Punkt vor Germania Ratingen an der Spitze.
Der WSV bleibt ohnehin an der Hubertusallee. Der Club sieht die Arena als seine Heimat an, die Stadt hat zudem ein Interesse, dass das Stadion bespielt wird. Vor allem aber: Für den Gelben Sprung oder die Oberbergische Straße gäbe es vom Verband und von den Sicherheitsbehörden ebensowenig grünes Licht wie für den Uellendahl oder den Freudenberg.