Carnaper und Hatzfelder Straße „Explosionsartige Geräusche“ aus Industrieruine in Barmen

Wuppertal · Aus einem leer stehenden Industriegebäude an der Carnaper Straße / Hatzfelder Straße waren am Donnerstagmittag (16. Juli 2026) nach Angaben der Feuerwehr „explosionsartige Geräusche“ zu hören. Der Komplex ist nur wenige Meter von der maroden Villa am Robert-Koch-Platz entfernt, in der am Mittwochabend (15. Juli) ein Großbrand ausgebrochen war.

Über die Drehleiter rückte die Feuerwehr vor.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Christoph Petersen

Die Einsatzkräfte waren noch am Robert-Koch-Platz beschäftigt, als sie gegen 13:30 Uhr einen Knall vernahmen. Sie alarmierten daraufhin die Kollegen. Diese sahen Qualm aus den Fenstern im zweiten Obergeschoss dringen und auch Flammen.

„Mehrere Fensterscheiben waren geborsten und die Scherben auf den Gehweg gefallen“, so die Leitstelle. Die Feuerwehrmänner nutzten eine Drehleiter und ein Fenster, um in das Gebäude zu gelangen. (Bilder)

Bilder: Brand in Barmer Industrieruine in Wuppertal
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Brand in Barmer Industrieruine

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Foto: Wuppertaler Rundschau/Christoph Petersen

„Es brannte zu diesem Zeitpunkt noch Unrat, den konnten die Einsatzkräfte mit kleinem Gerät löschen. Auch Teile der Balkenkonstruktion des Hauses hatten gebrannt“, heißt es im Einsatzbericht. Die Kräfte entfernten das Glas aus den zerstörten Fenstern. Anschließend wurde die Einsatzstelle an das Ordnungsamt übergeben. Es will darauf hinwirken, dass das Gebäude gesichert wird.

Verletzt wurde niemand. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. „Die Carnaper Straße war während des etwa anderthalbstündigen Einsatzes in Richtung Autobahn gesperrt. Schon gestern am frühen Abend hatte am selben Gebäude Unrat in einem umgekippten Schrank gebrannt“, so die Feuerwehr. Sie war neben der Berufsfeuerwehr auch mit dem Löschzug Dönberg der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort.

Das Gebäude ist wegen seines heruntergekommenen Zustandes immer wieder in der Diskussion. So waren im September 2024 zwei Jugendliche auf den Schornstein geklettert. Wenige Tage später hatte bei Abbrucharbeiten eine Außenwand des alten Komplexes nachgegeben. Die Hatzfelder Straße war zeitweise nur bergab befahrbar. Im Juni 2025 fielen Teile der Fassade auf den Gehweg.

2024 hatte die Stadt auf Rundschau-Nachfrage mitgeteilt, man habe „den Komplex unter verschärfter Beobachtung. Eine unmittelbare Gefahr geht von den Gebäuden zurzeit nicht aus.“ Und: „Natürlich hat die Stadt höchstes Interesse daran, diesen ‚Schandfleck’ an einer der wichtigen Zufahrtsstraßen so schnell wie möglich zu beseitigen. Ohne die Eigentümer geht allerdings da leider nicht viel außer Gefahrenabwehr.“

(red)