Vorausgegangen war die offiziell angekündigte gemeinsame Sitzung mit dem Verwaltungsrat. Kineke hatte im Vorfeld als Inhalt genannt, man werde sich unter anderem mit „grundsätzlichen Fragen zur weiteren Vorgehensweise und zur Saisonplanung“ beschäftigen.
In der vergangenen Woche hatte der Verwaltungsrat, der satzungsgemäß den Vorstand kontrolliert und dessen Mitglieder bestellt, mit einer Stellungnahme für interne Diskussionen gesorgt (die Rundschau berichtete). Der Vorstand seinerseits hatte nach dem letzten Saisonspiel und dem Abstieg Stellung bezogen.
„Wir sind im Prozess gut vorangekommen“, sagte Kinke am Mittwochabend zur Rundschau. „Wir sind sehr intensiv in den Diskussionsprozess über die von uns vorzugebene Zielrichtung im Verein eingestiegen und haben auch schon gute erste Ergebnisse erzielt. Das beinhaltet auch die Bestätigung über eine gute, kooperative Zusammenarbeit zwischen Verwaltungsrat und Vorstand. Nach Pfingsten gibt es den nächsten Termin.“
Der dann für die Planung zuständige neue Sportdirektor soll laut Kineke „in Bälde“ präsentiert werden, ebenso wie der künftige Chefcoach. Sie müssen nach dem Abstieg eine komplett neue Mannschaft aufbauen. Einen Vertrag für Liga fünf besitzt momentan kein Spieler.
Kineke äußerte sich gegenüber der Rundschau auch zu einem möglichen Saisonziel. Das sei „nicht zwingend“ der sofortige Wiederaufstieg: „Wir wollen eine stabile und langfristig sich entwickelnde Mannschaft bilden.“ Zur Höhe des Etats ist noch nichts bekannt.
In der Oberliga Niederrhein bekommt es der WSV in der nächsten Saison unter anderem mit Mitabsteiger Spielvereinigung Velbert zu tun, die mutmaßlich zurück in die Regionalliga strebt. Das dürfte auch beim KFC Uerdingen der Fall sein, falls er das Aufstiegsrennen gegen den VfB Hilden oder Germania Ratingen verliert. Ein Derby bestreitet der WSV gegen die 1. Spvg. Solingen-Wald 03, die in der Landesliga Meister geworden ist.