Briefe von Leserinnen und Lesern „Gespannt, ob der Verwaltungsrat den Mut aufbringt“

Wuppertal · Betr.: Vorkommnisse beim WSV-Spiel gegen Bonn

Auf der Nordtribüne präsemtierte Spruchbänder.

Foto: Stefan Rittershaus

Nachdem der Verwaltungsrat in seiner Stellungnahme vor ein paar Tagen mit keinem einzigen Wort auf die Ausschreitungen von WSV-„Fans“ in Büderich, Köln und Siegen (mit den entsprechend hohen Geldstrafen) eingegangen ist, erwarte ich klare Aussagen zu den Vorfällen heute.

Dass die „Ultras“ in so einem wichtigen Spiel nicht supporten und stattdessen vorbereitete Spruchbänder (hofft man nicht besser auf einen Sieg?) präsentieren, ist die eine Sache, spricht für sich und disqualifiziert sie. Dass aber Spieler übel beleidigt und beschmissen werden, ist das andere. Das geht gar nicht und hat weder etwas mit Sport und schon gar nicht mit gegenseitigem Respekt zu tun.

Ja, die Mannschaft ist verdient abgestiegen. Aber sie hat in vielen Spielen, die ich gesehen habe, gekämpft. Es hat vor allem im Sturm qualitativ nicht gereicht, das passiert im Sport. Dafür aber unflätig beschimpft zu werden, das ist unterste Schublade. Vielleicht ein Spiegelbild der Gesellschaft.

Sollte der Verwaltungsrat in der nächsten Saison auf diese Klientel setzen und sich am Nasenring durch die Manege führen lassen, bin ich mit meinem Sohn sicher nicht mehr im Stadion. Er soll andere Werte lernen.

Ich bin gespannt, ob der Verwaltungsrat den Mut aufbringt, etwas dazu zu sagen.

Christoph Schneider

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