Lieber Herr Trapp, wir widersprechen Ihnen sehr ungern, aber in diesem Fall müssen wir Ihre Darstellung hinsichtlich der Untätigkeit und mangelnden Flexibilität von Verwaltung ein wenig objektive Aufklärung entgegensetzen.
Bereits im Herbst letzten Jahres wurden die ersten Anzeichen von Vandalismus auf dem Bolzplatz festgestellt. Die beiden Tore waren mit dem Untergrund nicht mehr fest verschraubt und konnten problemlos weggetragen werden. Das wäre vielleicht noch nicht weiter schlimm gewesen, wenn nicht dadurch circa 30 Zentimeter lange Metallrohre aus dem Boden hätten ragen können. Auch die senkrechten Verstrebungen der Tore waren fast alle gebrochen, sodass sich durch weiteres Verbiegen eine erhebliche Verletzungsgefahr abzeichnete.
Die sogleich bestellten neuen Tore kamen jedoch bisher in Wuppertal nicht an, sodass wir gezwungen waren, die alte Bestellung zu kündigen und jetzt eine neue bei einer anderen Firma in Auftrag zu geben.
Der Rückgriff auf die Straßenkicker der 70er-Jahre, die wir selbst zum Teil als wunderbar gefahrlos erlebt haben, lässt sich leider heutzutage nicht mehr in die Gegenwart holen. Heute muss eine Verwaltung angesichts der für einen Laien zunächst auch nicht erkennbaren Verletzungsgefahren unmittelbar handeln. In unserem Fall wurden jetzt die Tore ganz abgebaut, die Metallrohre entfernt, die Löcher im neuen (!) Belag notdürftig geflickt (Verletzungsgefahr), sodass die guten alten Pullis zunächst als Tormarkierung ausreichen müssen.
Wo wir Ihnen jedoch recht geben: Über die Hintergründe eines derartigen Reparaturdramas müssen wir die Kicker vor Ort besser informieren, ebenso über die mögliche Dauer einer Sperrung. Bei rund 380 Spiel- und Bolzplätzen ein ambitioniertes Unterfangen, wir werden das aber beherzigen.
Ressort Grünflächen und Forsten der Stadt Wuppertal
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