Briefe von Leserinnen und Lesern „Ich frage hiermit, ob erst etwas passieren muss“

Wuppertal · Betr.: P&R-Parkplatz Wuppertal-Vohwinkel

Symbolbild.

Foto: Rundschau

Nachdem bereits einiges zu dem seit Längerem halbseitig gesperrten Parkplatz geschrieben wurde, möchte ich hiermit auf einen weiteren Missstand hinweisen. Seit fast sechs Wochen ist zusätzlich die Fußgänger-Unterführung, die sich am Anfang des P&R befindet und zu den Bahnsteigen führt, gesperrt, und das ohne jeglichen Hinweis, wie lange diese Maßnahme andauern soll. Dies hat zur Folge, dass die Bahnsteige ausschließlich durch einen großen Umweg erreichbar sind.

Um aufs Gleis zu kommen, das vom Parkplatz aus in Sichtweite ist, muss man also Richtung Akzenta, links eine Treppe runter, über die Straße Richtung Lienhardplatz, links hoch durch den Tunnel zum Haupteingang und dann zu seinem Gleis.

Dies ist der Weg für Ortskundige, da es am gesperrten Tunnel zu den Gleisen kein Hinweisschild / Wegbeschreibung gibt und schon öfter Reisende dort gestrandet sind und nicht wussten, wie sie zum Gleis kommen sollen. Da dies einen signifikanten zeitlichen Mehraufwand bedeutet, haben Bürger bereits den gefährlichen direkten Weg über die Gleise gewählt, da sich neben dem gesperrten Tunnel ein offenes Tor zu den Gleisen befindet.

Umgekehrt ist der Weg auch nicht angenehmer, besonders abends im Dunkeln, da im Bahnhof Obdachlose schlafen, am Lienhardplatz einschlägige Personen verkehren und auf dem Akzenta-Parkplatz bzw. P&R Männer mit geöffneten Autotüren lautstark „feiern“. Und da der Parkplatz zur Hälfte gesperrt ist, müssen Autofahrer, die nur ganz hinten parken konnten, die volle Länge des Parkplatzes überqueren, vorbei an besagten Autos, was ziemlich einschüchternd ist.

Meine Tochter mit regelmäßigen Spätdiensten hat dieses zweifelhafte „Vergnügen“ mehrfach pro Woche. Das ist nicht nur für junge Frauen beängstigend und ich frage hiermit, ob erst etwas passieren muss, bevor Abhilfe geschaffen wird?

Eine Polizeiwache befindet sich praktisch „um die Ecke“ und eine Kontrolle der Gegebenheiten müsste unter diesen Umständen hier regelmäßig stattfinden, um Schlimmeres zu verhüten bzw. den Parkplatznutzern ein sicheres Gefühl zu geben. Und es kann keinesfalls angehen, dass der Weg über die Gleise – der ja bekanntlich lebensgefährlich ist – als der sicherere wirkt?

Und wer kann die Frage beantworten, wann der Zugang zu den Bahnsteigen endlich wieder freigegeben wird?

Monika Tillmanns

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