Fußball-Regionalliga Der WSV ist auf der Suche nach Geld und Punkten

Wuppertal · Auch vor dem vorletzten Spieltag sind beim Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV, der am Samstag (9. Mai 2026) um 14 Uhr bei der U23 von Fortuna Düsseldorf antritt, noch keine personellen Entscheidungen gefallen. Das hat vor allem zwei Gründe.

Torwart Fotios Adamidis gilt als einer der Kandidaten, die der WSV gerne halten würde.

Foto: Dirk Freund

Zum einen laufen die Bemühungen, sich einen abschließenden Überblick über die finanziellen Möglichkeiten zu verschaffen, nach Angaben von Vorstandsmitglied Ludger Kineke momentan noch. Das betrifft sowohl die vorliegenden Sponsorenverträge als auch mögliche Einsparpotenziale.

Zwar ist vor allem der Verwaltungsratsvorsitzende Dirk Polick bei der Suche nach neuen Geldgebern sehr rührig. Dass der Etat – Stand jetzt – über den aktuellen 700.000 Euro für die erste Mannschaft (inklusive Trainerteam) liegt, ist aber unwahrscheinlich. Initiativen aus der Politik oder der Wirtschaft heraus gibt es nicht. (Bilder)

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WSV-Remis gegen Gütersloh

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Gleichzeitig dürfte der WSV auch das Wochenende abwarten, das möglicherweise zumindest sportlich etwas mehr Klarheit bringt – und die Rot-Blauen ausgerechnet nach Düsseldorf führt. Die Zweitvertretung der Fortuna ist zwar tabellarisch gerettet, müsste aber absteigen, wenn das Düsseldorfer Profiteam die 2. Liga nicht halten kann. Was angesichts der bevorstehenden Aufgaben (gegen den Tabellenzweiten und Aufstiegskandidaten SV Elversberg sowie beim punktgleichen Vorletzten Greuther Fürth) zumindest möglich ist, liegt es derzeit doch auf dem Relegationsrang.

Allerdings, werden Trainer Mike Wunderlich und der sportliche Berater Stephan Küsters nicht müde zu betonen, muss der WSV nach inzwischen zehn Spielen ohne Sieg (vier Unentschieden, sechs Niederlagen) erst einmal selbst liefern. Schließlich spekulieren auch die Spielvereinigung Velbert (ebenfalls 25 Punkte, zudem gleiches Torverhältnis) und Schlusslicht SC Wiedenbrück (23 Punkte) noch auf Rang 16.

„Wir müssen diesen Platz verteidigen. Wir wollen die letzten zwei Spiele in Düsseldorf und gegen Bonn angehen wie letzte Woche und heute in der 2. Halbzeit“, hatte Wunderlich nach dem 1:1 gegen Gütersloh angekündigt. Zum Abschluss trifft sein Team am 16. Mai noch auf den Bonner SC (14 Uhr, Stadion am Zoo).

Sicher ist bislang nur, dass die WSV-Verantwortlichen gerne mit Stephan Küsters weitermachen würden. Dann aber nicht mehr als Berater, sondern als Sportchef bzw. Sportlicher Leiter. Entschieden hat sich der 54-Jährige nach Rundschau-Informationen noch nicht, auch er wartet demnach auf konkrete Details. Erst danach kann die konkrete Planung inklusive Trainer, Spieler und Saisonvorbereitung starten.