Auf sportlicher Ebene steht am Samstag (9. Mai 2026, 14 Uhr) das Auswärtsspiel ausgerechnet bei der U23 von Fortuna Düsseldorf an. Die ist zwar tabellarisch inzwischen gerettet, muss aber aufgrund der Statuten um den Klassenerhalt des Zweitliga-Teams bangen.
Das liegt zwei Spieltage vor dem Saisonende auf dem Relegationsplatz und hat daheim mit Aufstiegsaspirant SV Elversberg und auswärts beim direkten Konkurrenten Greuther Fürth noch zwei kernige Aufgaben vor der Brust. Dass die Reserve angesichts der laufenden Diskussionen die Partie gegen den WSV abschenkt, ist unrealistisch.
WSV-Remis gegen Gütersloh
Steigt Düsseldorf in die 3. Liga ab, muss Fortunas Zweite die Regionalliga verlassen. Um davon zu profitieren, ist es zwingend notwendig, dass der WSV (zum Abschluss noch gegen den Bonner SC) Rang 16 behauptet. Den belegt er bei gleicher Tordifferenz nur dank mehr erzielter Treffer (34:67 zu 33:63) vor der SSVg. Velbert (noch gegen Paderborns U21 und bei den Sportfreunden Siegen). Doch ob Regionalliga oder Oberliga Niederrhein: Zunächst einmal soll final die Frage geklärt werden, wie viel Geld überhaupt zur Verfügung steht. Und damit auch, ob es beim Vollprofitum bleibt.
Nach Rundschau-Informationen treffen sich in der kommenden Woche der Vorstand und der Verwaltungsrat, an dessen Spitze der seit der Wahl durchaus emsige Dirk Polick steht, dann sollen die Etatzahlen auf den Tisch. Und dann nehmen wohl auch die Personalentscheidungen an Fahrt auf. An erster Stelle geht es mutmaßlich um die sportliche Führung, schließlich soll die den neuen Kader zusammenstellen.
Weder der derzeitige sportliche Berater Stephan Küsters noch Trainer Mike Wunderlich haben sich bislang zu ihrer Zukunft öffentlich geäußert. Das ist durchaus verständlich, schließlich wollen auch sie zunächst wissen, wie der Etat aussieht – und ob es 2026/27 eine realistische Perspektive für einen Regionalliga-Klassenerhalt oder einen Wiederaufstieg gibt.
Wobei die Verantwortlichen hoffen, dass, wenn der WSV in die 5. Liga absteigt, in dieser Saison der KFC Uerdingen den Sprung in die Regionalliga schafft. Die Krefelder haben ihr Insolvenzverfahren abgeschlossen und dürften kommende Saison wieder – sollte es nicht jetzt schon klappen – angreifen.
Bleibt der WSV Viertligist, verlängern sich, das hatte der ehemalige Sportliche Leiter Gaetano Manno seinerzeit gegenüber der Rundschau bestätigt, rund ein halbes Dutzend Verträge. Für die Oberliga gibt es derzeit noch keine Arbeitkontrakte. Ein neuerlicher Umbruch steht damit unmittelbar bevor.
Allerdings machen sich die Rot-Blauen nur geringe Sorgen machen, dass trotz der fortgeschrittenen Zeit keine guten Spieler mehr auf dem Markt sind. Das Stadion mit seiner Atmosphäre, von der Chefcoach Wunderlich nach dem 1:1 gegen Gütersloh erneut beeindruckt gezeigt hatte, seien, so ist zu hören, wie der WSV an sich als Traditionsverein für Spieler weiterhin ein interessantes Ziel – zumal sich die Transferphase bis weit in den Sommer ziehe. Etwa mit Blick auf Akteure, die auf höhere Aufgaben spekulieren, aber keinen Verein finden.
Das durchaus brisante WSV-Spiel in Düsseldorf findet übrigens nicht – wie sonst üblich und von den Sicherheitskräften nachdrücklich erwünscht – parallel mit dem der Profimannschaft statt. Während die Regionalliga-Partie am Samstag am Flinger Broich angepfiffen wird, wird in der großen Arena erst am Sonntag gekickt. Leichter macht das die Aufgabe nicht. Letztlich ist das derzeit aber nur ein Randaspekt.