Die Stimmen nach dem Spiel WSV-Trainer Wunderlich: „Werden bis zum Ende alles tun“

Wuppertal · Gegen den FC Gütersloh wollte der Fußball-Regionalligist WSV mit Blick auf den Klassenerhalt den Rettungsanker auswerfen. Am Ende stand es 1:1. Die Stimmen nach dem Abpfiff im Stadion am Zoo.

Der Jubel nach dem Tor von Jeff Fehr.

Foto: Dirk Freund

Julian Hesse (Trainer FC Gütersloh): „Hintenraus war Wuppertal dem Sieg einen Tick näher. In der ersten Halbzeit hatten beide Mannschaften zwei ganz gute Chancen, wir unter anderem den Lattenkopfball. Wir hatten bis zum 1:1 viel Spielvertrauen und sind gut aus der Halbzeit gekommen. Wir hatten Ballbesitz, waren aber nicht genug im letzten Drittel.

Mit dem Traumtor von Jeff Fehr kippt die gesamte Dynamik des Spiels. Man hat gemerkt, dass es für Wuppertal um alles geht und der WSV unbedingt wollte. Wir hatten dann Fuß oder den Kopf dran und haben den Punkt mitgenommen. (Bilder)

Bilder: WSV-Remis gegen den FC Gütersloh
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WSV-Remis gegen Gütersloh

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Es macht immer Spaß, hier zu spielen – tolles Stadion, tolle Fans. Bei Mike ist viel Leidenschaft dabei. Ich drücke Euch auf jeden Fall die Daumen, dass ihr es noch schafft und wir uns nächstes Jahr wiedersehen.“

Mike Wunderlich (Trainer Wuppertaler SV): „Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme bei der Arbeit gegen den Ball. Wir sind nicht so ins Pressing gekommen, wie wir es uns gewünscht haben. Aus dem Spiel haben wir nichts zugelassen. Der Lattenkopfball war nach einer Standardsituation, das Gegentor nach einem Einwurf. Wir hatten Abschlüsse, aber die Power und Leidenschaft, die wir nachher hatten, die hat mir in der ersten Halbzeit ein in Stück weit gefehlt.

Wir haben nach der Pause umgestellt, Jeff macht dann das Traumtor. Das hat uns komplett ins Spiel zurückgeholt. Wir haben dann eine brutale Energie auf dem Platz gehabt und die Leidenschaft. Man hat gemerkt, dass die Jungs alles dafür tun wollen, um dieses Spiel zu gewinnen. Es klappt nicht immer alles, aber es geht um diese Leidenschaft und das Herz. Mit dem Tor kam auch bei den Zuschauern eine unglaubliche Energie in dieses Stadion. Es hat am Ende ein Quäntchen gefehlt.

Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen, vor allem nachdem man in der Halbzeit in dieser Situation 0:1 zurückliegt. Wir wissen um die Situation. Mit einer Niederlage hätten wir so gut wie absteigen können. Die Jungs haben sich dagegengestemmt. Wir schauen, was passiert. Der Strohhalm mit der 2. Liga ist noch da.

Wir müssen diesen Platz verteidigen. Wir wollen die letzten zwei Spiele in Düsseldorf und gegen Bonn angehen wie letzte Woche und heute in der 2. Halbzeit. Wir werden bis zum Ende alles tun. Und wenn Platz 15 reicht, dann nehmen wir das gerne an. Kompliment an Gütersloh. Sie waren total fokussiert, obwohl es um nichts mehr ging.“

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