Während auf dem Areal des Stadions am Zoo die „Mega-Kirmes“ lief, präsentierte der 36-Jährige, der im Besitz der DFB-A-Lizenz ist, im Presseraum der Haupttribüne seine Vision. Der WSV müsse wieder „die Strahlkraft bekommen“, die er verdiene – und eine Marke werden, „die der Region gerecht wird“. Das erfordere viel Arbeit. Die Beteiligten lägen aber auf einer Wellenlänge. Er freue sich unheimlich auf die Aufgabe.
Neue Spieler sollen möglichst in den kommenden Tagen präsentiert werden. Dabei sei nicht ausgeschlossen, dass auch Spieler aus dem Regionalliga-Kader dabei seien. Die Verhandlungen seien in der Kürze der Zeit nicht einfach, weil den ins Auge gefassten Kandidaten zum Teil bessere Angebote aus der Regionalliga vorlägen. Man plane jedenfalls mit 22 Feldspielern plus drei Torhütern. Trainingsstart ist der 28. Juni. Wo der stattfinden soll, wird noch geklärt.
Mit dabei war auch der neue Cheftrainer Tim Schneider (44), der einen Schwebebahn-Hoodie trug. Er kündigte an, er wolle „mutigen, aggressiven Fußball“ spielen lassen. „Die Jungs sollen die Ärmel hochkrempeln. Und der Funke soll auf die Fans überspringen." Ziel sei ein intensives Pressing, aber eben auch eine „Top-Restverteidigung“.
Schneider hatte mit Hilden die Oberliga-Meisterschaft gewonnen und war in die Regionalliga aufgestiegen. „Die Mannschaft haben wir über sechs Jahre zusammengebaut.“ Ob der WSV so lange warten will und muss, um zumindest wieder viertklassig zu werden, ließ Strufe offen. Auf jeden Fall sei aber das Ziel, langfristig in den Profifußball zu kommen.
Für die kommende Saison seien sich die Beteiligten einig, dass es darum gehe, sich im oberen Drittel zu platzieren. Wo genau das dann ist, werde man sehen.