Rundschau: Wie groß war Ihre Erleichterung am Sonntagabend?
Szlagowski: „Ich habe mit dem Ja gerechnet und auf dieses Ergebnis gehofft. Wuppertal ist eine sportbegeisterte Stadt, die auch ein guter Gastgeber ist. Ich habe schon im Vorfeld viel positives Feedback mitbekommen. Nun sind wir mit Blick auf die Prozentzahl im ,Club der 70er’. Die Mehrheit ist überwältigend. Es haben mehr Stimmberechtigte teilgenommen als beim BUGA-Bürgerentscheid. Und an den 72 Prozent gibt es nichts zu rütteln.“
Rundschau: Wie sehen nun die weiteren Schritte aus?
Szlagowski: „In dieser Woche gab es das nächste Treffen mit der Staatskanzlei. Von dort wird bekanntlich alles koordiniert. Als Nächstes steht unter anderem der Dialog mit den Sportverbänden im Vordergrund. Außerdem wird jetzt noch einmal genau auf die vorhandenen Sportstätten geschaut und mit den Städten geprüft, was eventuell noch zu tun ist.“ (Bilder)
Der Olympia-Bürgerentscheid
Rundschau: Wer ist aus Ihrer Sicht der größte Konkurrent von „KölnRheinRuhr“?
Szlagowski: „Ich denke, dass es auf München oder ,KölnRheinRuhr’ hinausläuft. Ich bin aber auch gespannt, wie sich die Hamburgerinnen und Hamburger entscheiden. In Berlin gibt es ja keinen Bürgerentscheid, was aus meiner Sicht nicht unbedingt ein Vorteil ist.“
Rundschau: Wuppertal bietet das Stadion an Zoo und die Schwimmoper an. Gibt es weitere mögliche Sportstätten?
Szlagowski: „Es geht ja um die Frage, ob Wettkampfstätten oder Trainingsorte benötigt werden. Ich bin sicher, dass sich da noch etwas tun kann. Zum Beispiel mit Blick auf die Skaterhalle Wicked Woods, die Kletterhalle Prisma in Vohwinkel und auch das Kletterzentrum des DAV an der Badischen Straße. Wir stehen jedenfalls bereit.“
Rundschau: Bislang musste die Stadt 60.000 Euro für den Bürgerentscheid investieren, weitere gut 10.000 Euro hat das Lichtspektakel am Stadion gekostet. Kommt bis September, wenn der Deutsche Olympische Sportbund den deutschen Kandidaten kürt, noch etwas hinzu?
Szlagowski: „Nein, gar nichts.“
Rundschau: Und danach?
Szlagowski: „Auch da ist wieder die Frage, ob die Sportstätten für den Wettkampf oder für Training genutzt werden. Im zweiten Fall wären die Kosten wesentlich geringer. Aber man darf nicht vergessen: Bund und Land werden da sicher mit in die Tasche greifen. Und vor allem: Jede Investition bleibt ja in Wuppertal.“
Rundschau: Was müsste beziehungsweise könnte denn in der Schwimmoper und im Stadion getan werden?
Szlagowski: „In der Schwimmoper nicht viel. Da geht es darum, ob 1.500 Plätze für Wettkämpfe ausreichen. Da können wir ja nichts ausbauen. Im Stadion am Zoo gäbe es Themen wie die Überdachung, die Anzeigetafel und den Anschluss der Rasenheizung.“