Vor dem finalen Akt gibt es mehrere mögliche Szenarien:
● 1. Der WSV schafft es nicht mehr, den 16. Platz zu erreichen. Dann steht der Abstieg in die Oberliga Niederrhein bereits heute definitiv fest.
● 2. Dem Team von Trainer Mike Wunderlich gelingt es, den punktgleichen SC Wiedenbrück (der das um fünf Treffer bessere Torverhältnis hat) zu überholen und gleichzeitig die SSVg. Velbert (ein Punkt weniger, zwei Tore schlechter) nicht vorbeziehen zu lassen. Als dann 16. würde die Hoffnung weiterleben – mindestens bis Sonntag. (Bilder)
WSV-Remis in Düsseldorf
● 3. Zweitligist Fortuna Düsseldorf (zu Gast beim direkten Konkurrenten Greuther Fürth) rettet sich Sonntag – dann muss die Zweitvertretung der Landeshauptstädter die Regionalliga nicht verlassen, der Regionalliga-16. muss runter. Steigt Düsseldorf dagegen ab, ist der Regionalliga-16. auch 2026/27 viertklassig.
● 4. Rutscht die Fortuna auf den Zweitliga-Relegationsplatz, fällt die Entscheidung erst am 22. und 26. Mai gegen den Dritten der 3. Liga.
„Diese Regionalliga-Saison war für uns alle eine große Enttäuschung. Die sportlichen Leistungen und das Auftreten unseres Vereins in dieser Spielzeit werden dem Anspruch und der Tradition des Wuppertaler SV in keiner Weise gerecht“, hatte der Verwaltungsrat unter der Woche in einer Stellungnahme mitgeteilt. „Sportlich war diese Saison alles andere als zufriedenstellend – gemessen an der bisherigen Punkteausbeute wäre der Abstieg in die Oberliga sicherlich gerechtfertigt.“ Dennoch hoffe man auf den Klassenerhalt.
Was danach kommt, ist – egal ob in der Regionalliga oder der Oberliga – offen. Klar ist nur, dass Stephan Küsters bislang der Wunschkandidat für den Posten des Sportlichen Leiters ist. Nach Rundschau-Informationen will der 54-Jährige aber zunächst wissen, ob mit Blick auf den Etat eine Perspektive für den Klassenerhalt bzw. einen Wiederaufstieg besteht.
Bleibt der WSV viertklassig, verlängert sich rund ein halbes Dutzend Verträge automatisch. Für die Oberliga bestehen noch keine Arbeitspapiere. Ob Mike Wunderlich weiter als Trainer des WSV fungiert, wird sich zeigen. Zunächst einmal will der Verein die Saison beenden.