Gerade einmal 15 Feldspieler stehen dem Chefcoach aus dem weiterhin kleinen Aufgebot zur Verfügung. Darunter sind Giulio Federico, der aus der A-Jugend hochgezogen wird, und Subaru Nishimura, der längst noch nicht wieder bei seiner vollen Leistungsstärke ist. Alle anderen fallen aus. Kapitän Felix Herzenbruch zum Beispiel, der noch eine Sperre aus seiner Zeit in Velbert (Rot am letzten Spieltag nach einer Notbremse in Siegen) absitzen muss.
Und auch Eren Albayrak fehlt. Der Stürmer hatte im Pokalspiel gegen Schonnebeck die rote Karte gesehen. Wobei hier das genaue Strafmaß immer noch nicht feststeht und sowohl Schneider als auch Sportchef Lennart Strufe nach Ansicht des Videomaterials der Meinung sind, dass Schiedsrichter Jens Laux bei seiner Entscheidung „deutlich“ danebengelegen habe und es eben kein Foul mit offener Sohle gewesen sei. (Bilder)
WSV mit Triumph im Pokal
Nicht mit dabei ist unter anderem auch Duje Goles, der sich gegen Schonnebeck nach gegnerischer, nicht geahndeter Einwirkung in einem Zweikampf einen Außenbandriss zugezogen hat.
„Velbert ist ein Topkandidat auf den Aufstieg“, legt sich Tim Schneider mit Blick auf Sonntag fest. „Aber wir haben eine Idee, wie wir auftreten wollen, und haben im Training an diesem Schwerpunkt intensiv gearbeitet. Klar ist, dass die Jungs wieder alles raushauen müssen. Und natürlich setzen wir auch auf eine Top-Unterstützung unserer Fans. Ich gehe von einem vollen Haus im Gästeblock aus.“
In der IMS-Arena ist für die WSV-Anhängerinnen und -Anhänger die komplette Gegengerade reserviert. In der vergangenen Saison hatten sich die Rot-Blauen, damals noch in der Regionalliga, in Velbert am zweiten Spieltag vor 1.800 Fans mit 3:0 durchgesetzt.
Ob dem WSV wegen des Insolvenzverfahrens in Eigenregie ein erheblicher Punktabzug droht, ist derzeit noch nicht entschieden. Man sei in konstruktiven und offenen Gesprächen mit dem Fußballverband Niederrhein, hatte der Verein am Donnerstag mitgeteilt – und hoffe, nicht davon betroffen zu sein. Letztlich entscheiden das die Verbandsgremien. Im Bereich der Regionalliga, für den der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) verantwortlich zeichnet, werden Clubs, gegen die ein Insolvenzverfahren eröffnet wird, neun Punkte abgezogen, nach einem Rückzug aus der Liga in der darauffolgenden Saison sogar 15.
Von einem Rückzug ist beim WSV indes gar keine Rede. Die Mannschaft sei über die Lage informiert worden, man wolle sich auf das Sportliche konzentrieren, sagt Tim Schneider. Sollten wirklich eine Punktstrafe verhängt werden, käme eine Derby-Überraschung in Velbert umso gelegener. Auch oder gerade wegen des kleinen Kaders.
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