Die hinlänglich beschriebene kuriose Vorbereitung mit einem großen Umbruch, zwischenzeitliche Verletzungen, vor allem der noch kleine Kader, dazu der Fanausschluss – die Voraussetzungen könnten deutlich besser sein vor dem Pflichtspielauftakt. „Wir müssen auf jeden Fall noch ein PS zulegen“, war der 44-Jährige mit der Leistung bei der Generalprobe gegen die Bielefelder U21 alles andere als zufrieden.
Zumal in der ersten Runde kein Kreis- oder Bezirksligist wartet. „Ich sehe Schonnebeck schon als leicht favorisiert an. Das ist eine eingespielte Mannschaft, die länger aufgebaut wurde. Aber wir werden den Kampf annehmen. Wenn wir so Bock haben wie gegen Borussia Mönchengladbach, dann wird es für Schonnebeck eine Aufgabe“, meint Schneider. Helfen kann dabei Kapitän Felix Herzenbruch, der seinen Außenbandriss inzwischen auskuriert hat. Verteidiger Subaru Nishimura (Virus und Mandel-OP) fällt dagegen noch aus.
Ein Problem der Vorbereitung war der unterschiedliche Fitnesszustand der Spieler. „Einige haben in der Pause sehr gut gearbeitet, andere nicht. Deshalb ging es in den vergangenen Wochen auch darum zu sehen, wer wo steht, und alle, so gut es geht, nach vorne zu bringen. In der Winterpause wird das anders ablaufen“, kündigt der Chefcoach an, der erst seit dem 1. Juli in Amt und Würden ist und sich der ungewöhnlichen Konstellation bewusst war.
Und der noch auf die Verpflichtung von zwei erfahrenen Akteuren (Außenbahn und defensives Mittelfeld) hofft: „Dabei geht es aber nicht um Schnelligkeit, sondern dass sie gut ausgesucht sind. Lennart Strufe (Sportvorstand und Sportlicher Leiter, Anm. der Red.) macht das sehr gewissenhaft. Und das ist gut so.“ Denn: Fehlgriffe muss und will der WSV angesichts des kleinen Etats tunlichst vermeiden. Gleichzeitig kann der keine Topangebote wie andere Vereine abgeben.
Dass keine Zuschauerinnen und Zuschauer anwesend sein dürfen, sieht Schneider erwartungsgemäß als Nachteil für sein Team: „Es ist immer gut, wenn unsere Fans dabei sind. Und Geisterspiele sind nicht schön, das kennen wir aus der Corona-Pandemie. Aber es ist halt so. Deshalb sollen die Jungs Spaß haben und selber die Begeisterung auf den Platz bringen.“
Damit der Pokal-Wettbewerb nicht schon in der ersten Runde endet. Stattdessen soll die Mannschaft mit einem Sieg und dem entsprechenden Selbstbewusstsein im Rücken zum Oberliga-Start am 16. August bei der Spielvereinigung Velbert fahren. Um dann am 21. August – wieder gegen Schonnebeck – im Stadion am Zoo wieder die Fans im Rücken zu haben.
Zum Liveticker: hier klicken!