Fußball-Oberliga WSV: Trainingslager, Ausfälle, Kapitänsfrage – und leere Pokal-Ränge?

Wuppertal · Zwei Wochen vor dem Pflichtspielstart hat der Fußball-Oberligist Wuppertaler SV ein Kurz-Trainingslager bezogen. Es endet am Sonntag (26. Juli 2026) mit dem Testspiel am Uellendahl gegen den Mittelrheinligisten SSV Merten (15 Uhr).

Felix Herzenbruch ist einer der Kandidaten auf die Kapitänsbinde.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Dirk Freund

Der WSV hat die Stadt allerdings nicht verlassen, sondern trainiert unter anderem einmal im Stadion am Zoo. „Die Mannschaft kann sich so noch besser kennenlernen“, erklärt Sportvorstand Lennart Strufe die Maßnahme. „Das Geld für einen Flug in den Süden sparen wir uns.“

Mit dem Stand der Vorbereitung ist Strufe zufrieden: „Wir haben eine gute Trainingswoche hinter und wollen gegen Merten den nächsten Schritt machen.“ Allerdings können drei Spieler derzeit nicht mitwirken. Felix Herzenbruch und Dario Biancardi fehlen wegen ihrer Außenbandrisse. „Bei Felix ist die Schwellung fast aus dem Fuß. Er macht Lauf- und Stabilitätsübungen. Ich denke, Felix ist in zwei bis drei Wochen wieder dabei. Dario ist im Grunde eine Woche weiter.“ (Bilder)

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Foto: Stefan Rittershaus

Wann Verteidiger Subaru Nishimura wieder einsteigen kann, ist noch offen. Der Japaner hatte sich einen hartnäckigen Virus eingefangen, war im Test gegen Borussia Mönchengladbach (0:6) aufgelaufen, musste aber abbrechen und wurde früh ausgewechselt. „Er hat keine Luft bekommen, es hat sich wieder verschlechtert“, so der Sportvorstand.

17 Akteure plus A-Jugendliche umfasst derzeit der Kader. „Wir wollen auf jeden Fall auf zwei bis drei Positionen noch etwas machen und möglichst erfahrene Spieler verpflichten“, kündigt Strufe, der auch Sportlicher Leiter ist, an. Hinzukommen soll auch noch ein Torwarttrainer: „Ich bin immer zuversichtlich und glaube, dass wir eine gute Mannschaft haben werden.“

Die soll auf jeden Fall im oberen Tabellendrittel mitmischen. „Wir wollen so lange wie möglich oben mitspielen, bis zum Ende mit dabei sein und alles raushauen. Wenn am Ende der Aufstieg herausspringt, haben wir natürlich nichts dagegen. Aber das ist nicht das erklärte Ziel“, legt sich der Sportvorstand fest.

Bleibt noch die Frage – wer wird Kapitän? „Das werden wir in den kommenden Tagen zeigen. Es gibt sicher ein, zwei Favoriten“, so Strufe. Einer davon ist natürlich Herzenbruch. „Er kann aber auch in den Mannschaftsrat und ohne Kapitänsbinde Führungsspieler sein. Wir werden sehen.“