Vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (13. September 2026) ab 15:30 Uhr beim St. Tönis hat sich das Lazarett wieder gefüllt. Besonders bitter: Stammkeeper Fotios Adamidis fehlt wegen einer Sehenverletzung im Knie rund sechs Wochen. „Er hat das zunächst gar nicht bemerkt, doch dann wurde es schlimmer“, berichtet Schneider. Adamidis wird durch seinen Stellvertreter Maurice Horn ersetzt. „Maurice hat unser volles Vertrauen“, bekräftigt der Coach.
Linus Fröhlich ist erkrankt, Ariyoh Ayinla nimmt Antibiotika. Semir Saric (Bluterguss) und Dario Biancardi versuchen zwar wieder ins Training einzusteigen. Ob es für Sonntag reicht, ist aber fraglich. Was auch für Genc Laiqi gilt. „St. Tönis ist natürlich ein hartes Brett. Das ist trotz der Zu- und Abgänge eine eingespielte Truppe. Wobei momentan fast jeder eingespielter ist als wir. Wir werden trotzdem einen Plan haben und werden alles auf dem Platz lassen“, kündigt Schneider an. (Bilder)
WSV verliert auch gegen Dingden
Trotz des Fehlstarts mit vier Niederlagen und des drohenden Neun-Punkte-Abzugs (das Fußballportal FuPa rechnet mit einer Entscheidung des Verbandes in dieser Woche) ist die Stimmung in der Mannschaft nach Angaben des Trainers „konstruktiv“: „Wir führen viele Gespräche und horchen hinein. Es gibt einen guten Austausch auch mit dem Trainerteam. Wir müssen an uns glauben und brauchen ein Erfolgserlebnis. Wir fahren nun Woche für Woche eine Linie. An diesem roten Faden soll sich die Mannschaft orientieren.“
Schneider, der sich auch im zweiwöchigen Familienurlaub mit Fußball beschäftigt hat („Ich konnte mich aber erholen“), hat derweil noch einmal den „Ruderboot“-Vergleich aus der Pressekonferenz nach dem 0:2 gegen Blau-Weiß Dingden erklärt: „Jeder, der einen Mannschaftssport betreibt, weiß, dass es nicht automatisch funktioniert, wenn man 20 Spieler verpflichtet. Man kann es nur gemeinsam schaffen. Das braucht Zeit und Abstimmung, auch wenn man weiß, wie es geht.“
Der Trainer weiter: „Uns fehlen vier, fünf Wochen aus der Vorbereitung, wo wir ja nicht komplett waren. Das merkt man. Wobei ja bislang nicht alles schlecht war, wir hatten auch gute Phasen. Aber die Oberliga ist nicht ohne. In der vergangenen Saison gab es Absteiger mit 41 Punkten.“
Unterdessen will der WSV – wie auch von Sportvorstand Lennart Strufe angekündigt – noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden. Das ist bei Akteuren möglich, die für die laufende Saison noch keinen Vertrag unterschrieben haben. Im Visier ist dabei vor eine Verstärkung für das defensive Mittelfeld. „Grundsätzlich wollen wir keine Schnellschüsse. Wenn jemand kommt, muss er Bock auf die Aufgabe haben und sich damit identifizieren“, so Schneider. Trotz bzw. gerade wegen des Tabellenstandes.