Nachdem es auf der beliebten Verbindung immer wieder zu Unfällen kommt, will das Präsidium nun zunächst ermitteln, mit welcher Geschwindigkeit die Nutzerinnen und Nutzer auf E-Scootern, Pedelecs, normalen Fahrrädern und Inlinern unterwegs sind. Die Beamten der Direktion Verkehr bauten deshalb auf Höhe des Heubruchs eine mobile Radaranlage auf.
Sie stellten den Messwert auf 20 km/h ein – die Grenze, die E-Scooter theoretisch maximal erreichen dürfen. Dadurch wurden auch zahlreiche Fahrradfahrerinnen und -fahrer geblitzt. Weil auf der Nordbahntrasse keine Höchstgeschwindigkeit gilt, blieb das für sie ohne negative Folgen. (Bilder)
Blitzer auf der Nordbahntrasse
Anders verhielt es sich beim Fahrer eines E-Scooters, bei dem 44 km/h ermittelt wurden. Offenbar war sein Untersatz „frisiert“. Zusätzlich telefonierte er noch. Pech für ihn: Die Polizisten ermittelten das Kennzeichen. Und so wird er in den kommenden Tagen Post erhalten.
Die durchschnittliche Geschwindigkeit der erfassten Scooter- und Radfahrerinnen und -fahrer lag nach den ersten 70 Messungen bei und 30 km/h. Die Polizei wird nun die Ergebnisse der Aktion auswerten. Ob und wenn ja welche Konsequenzen daraus entstehen, ist noch offen.
Die Nordbahntrasse verläuft entlang der ehemaligen Bahnlinien Rheinische Strecke und Kohlenbahn. Entstanden aus einer Idee des 2006 gegründeten Vereins „Wuppertalbewegung“, wurde sie nach jahrelanger Planung am 19. Dezember 2014 eingeweiht.
Die Nordbahntrasse ist ein beliebtes Ausflugs- und Erholungsziel. Sie ist insgesamt 22 Kilometer lang und wird zu Fuß, mit Rädern und auch mit Inlineskatern genutzt. Da sie mit dem überregionalen Radwegenetz verbunden ist, gilt sie auch als Alternative zum motorisierten Verkehr. Vor allem an Tagen mit großem Andrang kommt es immer wieder zu Problemen zwischen den einzelnen Gruppen.