In dieser Woche Schadstoffsanierung unter dem Barmer Werth

Wuppertal · Auf dem Werth in Wuppertal-Barmen wird in dieser Woche eine Fernwärmeleitung mit asbesthaltigem Dämmmaterial unter strengen Sicherheitsvorkehrungen saniert.

Die Arbeiten auf dem Werth im März 2026.

Foto: Achim Otto

Die Stadt Wuppertal erneuert in der Barmer Fußgängerzone im Rahmen des „Projekts Neugestaltung der zentralen Fußgängerzone Wuppertal-Barmen – Werth“ den Bodenaufbau. Vom Alten Markt bis zum Kugelbrunnen am östlichen Ende der Fußgängerzone wird das Bodenpflaster auf einer Länge von 650 Metern und einer Fläche von rund 8.400 Quadratmetern ausgetauscht und als „Kulturteppich“ neugestaltet.

Vorher erneuern die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) die Versorgungsleitungen unter der neuen Pflasterung. Bei den vorbereitenden Untersuchungen haben die WSW dabei Asbest in der Dämmung einer Fernwärmeleitung gefunden. „Die betroffene Leitung wurde bereits luftdicht umwickelt, um eine Gefährdung von Bauarbeitern und Passanten auszuschließen. Ab dem 21. Juli wird der asbesthaltige Dämmstoff von einer Fachfirma entfernt und fachgerecht entsorgt“, so die Stadtwerke.

Diese Arbeiten finden unter strengen Sicherheitsauflagen statt, die auch von außen sichtbar sind: „Der Arbeitsbereich wird umbaut und luftdicht eingehaust. Die Sanierungs-Experten betreten diesen Bereich nur durch eine Schleuse und in voller Schutzkleidung mit Atemschutz. Nach jeder Schicht verlassen die Arbeiter die Schleuse in dekontaminierter Schutzkleidung. Die Schadstoffe werden sicher verpackt, um dann fachgerecht entsorgt zu werden.“

Dieses Verfahren stelle sicher, „dass keine Schadstoffe freigesetzt werden, so dass für Passanten keine Gefahr besteht“. Die Schadstoffsanierung wird voraussichtlich eine Woche dauern.

In Deutschland ist die Verwendung und Herstellung von Asbest seit 1993 verboten. Bis dahin wurde das Material in zahlreichen Produkten, vor allem in Baumaterial und Dämmstoffen eingesetzt. Asbestfasern, die in die Luft gelangen, stellen eine Gesundheitsgefahr dar.