Fußball-NR-Pokal: 7:6 (0:2/3:3) n.E. gegen Schonnebeck Trinkpause, 0:3, 3:3, Rot – WSV-Triumph nach Elfmeterschießen

Wuppertal · Die zweite Runde des Niederrheinpokals findet mit dem Fußball-Oberligisten Wuppertaler SV statt. Das Team von Trainer Tim Schneider gewann am Sonntagnachmittag (9. August 2026) zum Auftakt gegen den Ligakonkurrenten SpVg Schonnebeck mit 7:6 (0:2/3:3) nach Elfmeterschießen.

Der Jubel nach dem Elfmeterschießen.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Dirk Freund

Die Partie fand vor leeren Rängen statt, nachdem die Verbandsspruchkammer wegen der Randale in Büderich im November 2025 einen Zuschauerausschluss verhängt hatte. Die Rot-Blauen konnten Kapitän Felix Herzenbruch (zunächst auf der Bank) wieder aufbieten. Trainer der Schonnebecker ist der Ex-WSVer Dirk Tönnies.

Der WSV startete stark. Duje Goles umkurvte den Keeper, passte nach innen auf Arlind Bajrami, der aber den Ball über die Latte schoss (1.). Der Gastgeber baute Druck auf und presste früh. Schonnebeck verlagerte sich zunächst auf die Defensive und gelegentliche Konterversuche. Erstmals etwas gefährlicher wurde es nach 15 Minuten. (Bilder)

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WSV mit Triumph im Pokal

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Die größeren Chancen hatte der WSV. Dario Biancardi bediente Semir Saric, der aus rund 25 Metern den Pfosten traf. Goles setzte den Nachschuss vorbei. In der 23. Minute scheiterte Saric mit einem Freistoß an Torwart Jan Klaus Fauseweh. Nach 24 Minuten gab es bei 30 Grad und Schwüle eine Trinkpause.

Ariyoh Ayinla zielte knapp vorbei (27.), dann traf Yan Marcos Friessner Montas für die Gäste. Er tunnelte Keeper Fotios Adamidis – 0:1 (28.). Der WSV war geschockt und kassierte durch Friesner Montas sogar das 0:2 (30.). Ayinla musste verletzt ausgewechselt werden, für ihn kam Herzenbruch.

Das Spiel hatte sich nach der Trinkpause komplett gedreht. Friessner Montas hatte das 0:3 auf dem Fuß, zog aber gegen Adamidis den Kürzeren (38.). Eren Albayrak schoss, aber Fauseweh lenkte den Ball um den Pfosten. Der WSV versuchte, wieder in die Partie zu kommen. Das gelang bis zur Pause aber nicht mehr.

Die zweite Halbzeit begann ohne weitere Wechsel. Schonnebeck prüfte erneut Adamidis (47.). Die Gäste machten munter weiter. Und belohnten sich: Friessner Montas zog an Noel Westenberger vorbei und netzte zum 0:3 ein (53.). Genc Lajqi aus der A-Jugend kam für Kilian Bielitza (54.). Sechs Minuten später ersetzten Arian Amyn und Linus Frohlich dann Arlind Bajrami und Sam Sausmikat.

Adamidis musste gegen Marcio Lopes Da Silva retten, im Gegenzug der erste WSV-Treffer: Amyn bediente Albaryrak, der im zweiten Versuch traf – 1:3 (61.). Die Wechsel zündeten, auf einmal war der WSV wieder da. Fröhlich traf aus 20 Metern zum 2:3 (66.). Und wieder gab es eine Trinkpause.

Diesmal machte die dem WSV nichts aus, im Gegenteil: Jaden Korzynietz verwertete nach einem Freistoß von Saric den Abpraller zum 3:3 (78.). Die Rot-Blauen waren nun wieder obenauf. Allerdings musste Goles verletzungsbedingt rau, für ihn kam Brian Igbinadolor (80.). Schonnebeck antwortete, aber Adamidis hielt gegen Friessner Montas und Simon Skupin (80.).

Dann aber schwächte der WSV sich selbst. Nach einem Foul sah Albayrak, der zu spät kam, glatt Rot. Adamidis verhinderte gegen Skuppin das 3:4 (87.). Schonnebeck drückte weiter. Mit einer neuerlichen Parade führte Keeper Adamidis den WSV in die Verlängerung.

Auch bei den Gästen schwanden langsam die Kräfte, Adamidis parierte gegen Henrik Scheibe (99.). und gegen Skuppin (103.). So wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt. Die Essener diktierten das Spiel, versuchten es immer wieder, doch der WSV verteidigte mit viel Herz – und Adamidis, der immer wieder Schüsse hielt.

Friessner Montas bekam noch eine Topchance, zielte aber neben den Pfosten (118.). Dann konterte der WSV, aber Fröhlich verpasste den Lucky Punch und schoss übers Tor (120.). Und so ging es ins Elfmeterschießen. Dort verschoss Schonnebecks Adjey, Adamidis hielt gegen Skuppin. Der WSV bei dem Korzynietz, Herzenbruch, Biancardi und Saric trafen, war weiter!

Das erste Punktspiel bestreitet der WSV am kommenden Sonntag (16. August) um 15 Uhr bei der SSVg Velbert. Die erste Heimpartie steigt am 21. August um 19:30 Uhr im Stadion am Zoo erneut gegen Schonnebeck.

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