Fußball-OL: Freitag gegen Dingden WSV: Debüt, kurze Sperre und Neun-Punkte-Gespenst

Wuppertal · Mit personeller Verstärkung bestreitet der Fußball-Oberligist Wuppertaler SV am Freitag (4. September 2026) ab 19:30 Uhr im Stadion am Zoo sein Heimspiel gegen Blau-Weiß Dingden – und will im vierten Versuch die ersten Punkte einfahren.

WSV-Fans beim Auswärtsspiel in Büderich.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Dirk Freund

Mit dabei ist erstmals David Widlarz (21, zuletzt KAS Eupen), der in der vergangenen Woche verpflichtet worden war und die Offensive verstärken soll. Die Spielberechtigung ist nach Angaben von Sportvorstand Lennart Strufe inzwischen eingetroffen. Vor seinem ersten Saisoneinsatz in einem WSV-Punktspiel steht auch Felix Herzenbruch. Der Kapitän musste in den ersten drei Partien eine Drei-Spiele-Sperre absitzen, die er sich am letzten Spieltag 2025/26 noch im Velberter Trikot nach einer Notbremse eingehandelt hatte.

Zwar hatte der 34-Jährige auch am ersten Spieltag 2026/27 eine rote Karte kassiert, allerdings in seiner Funktion als WSV-Athletiktrainer. Dafür wurde er vom Verband für ein Spiel (an der Seitenlinie) gesperrt, auch das ist inzwischen erledigt. Herzenbruch soll mit seiner Erfahrung der jungen Mannschaft, der momentan noch eine gefestigte Achse fehlt, in schwierigen Situationen Stabilität geben. Ausfallen werden wahrscheinlich Semir Saric (Einblutung nach Pferdekuss) und Genc Laiqi (Probleme mit der Bandscheibe). (Bilder)

Der Trainingsbetrieb läuft unterdessen wieder wie gewohnt ab. Cheftrainer Tim Schneider ist zurück aus dem zweiwöchigen Familienurlaub, der terminlich nicht anders zu legen war (die Rundschau berichtete). Der 44-Jährige will nun endlich den ersten Sieg in einem Ligaspiel bejubeln und dadurch den vorletzten Tabellenplatz verlassen.

Einfach wird das nicht: Blau-Weiß Dingen (Ortsteil vom Hamminkeln im Kreis Wesel) reist als Tabellenachter an (ein Sieg, ein Remis, eine Niederlage, 3:1 Tore) und hat nach einem 1:0-Sieg beim VfB Homberg auch die zweite Runde des Niederrheinpokals erreicht.

„Wir wissen natürlich um die Situation“, zeigt sich Lennart Strufe, der weiter die Augen auf dem Transfermarkt offen hält (verpflichtet werden dürfen noch vertragslose Spieler), realistisch. „Eine weitere Niederlage wäre sicher nicht günstig. Deshalb fiebern wir alle dem ersten Sieg entgegen.“ Zumal der Neun-Punkte-Abzug wegen der vom Insolvenzgericht genehmigten „Restrukturierung in Eigenregie“ noch längst nicht vom Tisch ist.

Der WSV hofft auf Informationen dazu noch in dieser Woche. Käme es so, wäre es zweifelsohne eine enorme Hypothek im Kampf um den Klassenerhalt. Gegen die hilft nur eins – fleißig zu punkten. Damit will der WSV gegen Dingden beginnen.