Fußball-Oberliga: Freitag gegen Schonnebeck WSV: Kurioses Rot, Trainer-„Ersatz“ und Flutlicht-Vorfreude

Wuppertal · Es gibt momentan nicht wenige Baustellen beim Fußball-Oberligisten Wuppertaler SV. Entsprechend intensiv wird an der Hubertusallee gearbeitet – auf und neben dem Platz. Am Freitag (21. August 2026) will das Oberliga-Team gegen die SpVg. Schonnebeck die ersten Punkte der Saison holen. Anstoß im Stadion am Zoo ist um 19:30 Uhr.

Felix Herzenbruch (2.v.li in Schwarz) nach dem Spielende. Die Verwunderung über die rote Karte steht ihm ins Gesicht geschrieben.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Dirk Freund

Im Hintergrund kümmern sich die neu besetzten Vereinsgremien, die erst seit Ende März im Amt sind, an der finanziellen „Restrukturierung“. Klar ist, dass es sich bei den aufgelaufenen Verbindlichkeiten im sechsstelligen Bereich nicht um Defizite aus der Gegenwart, sondern aus der Vergangenheit handelt. Das aktuelle Zahlenwerk, für das der neue Vorstand und Verwaltungsrat verantwortlich zeichnen, ist demnach sehr solide aufgestellt. Das bestätigen auch externe, mit der Angelegenheit befasste Personen.

Während Sportvorstand Lennart Strufe unter diesen nicht einfachen Voraussetzungen weiter auf der Suche nach Verstärkungen ist, könnten bis Freitag einige Spieler zurückkehren. Duje Goles hat erste Laufeinheiten absolviert. „Da müssen wir abwarten, wie der Fuß reagiert“, so Strufe gegenüber der Rundschau. Brightney Igbinadolor hatte in Velbert, wo sich der WSV gut präsentierte und unglücklich 0:1 verlor, noch ausgesetzt. Der Stürmer steigt nach seinem kleinen Muskelfaserriss aber wieder ins Mannschaftstraining ein. Das gilt auch für Ariyoh Ayinla. (Bilder)

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WSV verliert in Velbert knapp

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Unter der Woche nicht mit dabei ist dagegen Chefcoach Tim Schneider, der mit seiner Frau, der schulpflichtigen Tochter und dem Sohn einen Kurzurlaub angetreten hat, am Freitag aber ins Stadion kommt und die Mannschaft betreut. Die Einheiten in den kommenden Tagen leiten deshalb sein Assistent Niklas Bonnekessel und Torwarttrainer Philipp Pentke. „Das war im Vorfeld so abgesprochen und ist kein Problem“, so Strufe. Zumal Schneider direkt nach dem Aufstieg mit dem VfB Hilden ohne jegliche Pause die Arbeit beim WSV aufgenommen hatte, um die schwierige Kaderplanung zu unterstützen.

Fehlen wird gegen Schonnebeck, das der WSV im Niederrheinpokal mit 7:6 nach Elfmeterschießen bezwungen hatte, auf jeden Fall Eren Albayrak. Er wurde nach der roten Karte im Pokal für zwei Spiele gesperrt und muss nun zum letzten Mal aussetzen. Felix Herzenbruch sitzt weiterhin seine Drei-Spiele-Sperre ab, zu der er nach einer Notbremse am letzten Spieltag der vergangenen Saison (mit Velbert) verurteilt worden war. Ob eine weitere Bestrafung folgt, entscheidet sich in Kürze.

Herzenbruch hatte am Sonntag nach Spielende in Velbert erneut Rot gesehen. Er war in seiner Funktion als Fitnesstrainer offiziell auf dem Spielberichtsbogen eingetragen und hatte – so der 33-Jährige gegenüber der Rundschau – nach dem Abpfiff einen der Assistenten gefragt, ob die letzte Szene, in der ein WSVer im Strafraum umklammert worden war, nicht elfmeterwürdig gewesen sei. Schiedsrichter Thibaut Scheer sei hinzugekommen und habe ihm Rot gezeigt. Trotz des Hinweises, dass er nicht als Spieler, sondern als Fitnesstrainer anwesend sei und nach Spielende, wie alle andere, den Platz doch betreten dürfe.

Der WSV steht in dieser Angelegenheit in Kontakt mit dem Staffelleiter. Sollte eine (weitere) Sperre folgen, rechnet der Verein nicht damit, dass diese sich auf Herzenbruch als Spieler bezieht – als solcher war er ja schließlich nicht im Einsatz.

Zum Heimspiel-Auftakt unter Flutlicht hofft der WSV unterdessen auf eine gute Kulisse jenseits der 2.000er Marke. Zwar ging der Punkte-Start verloren. Doch sowohl in Velbert als auch zuvor im Pokal hatte die junge Mannschaft eine kämpferisch und auch spielerisch gute Vorstellung abgeliefert. Jetzt soll auch der tabellarische Lohn eingefahren werden. Um auf einer der Baustellen voranzukommen.