Fußball-Oberliga WSV: Rot-Diskussion, Derby und Rückkehrer

Wuppertal · Nach dem spektakulären Auftakt im Niederrheinpokal gegen die SpVg Schonnebeck startet der Wuppertaler SV am Sonntag (16. August 2026) in die Fußball-Oberliga. Als klarer Favorit reisen die Rot-Blauen nicht zum Derby bei der Spielvereinigung Velbert (15 Uhr, IMS Arena).

Schiri Jens Laux zeigt Eren Albayrak (li.) die rote Karte.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Dirk Freund

Schließlich haben sich die Niederbergischen für die Saison einiges vorgenommen. Velbert will oben mitspielen, eine direkte Rückkehr in die Regionalliga ist durchaus ein Ziel. Im Pokal setzte sich das Team von Trainer Bogdan Komorowski beim Landesligisten ESC Essen-Rellinghausen insgesamt problemlos mit 5:0 (2:0) durch. Je einen Treffer erzielten die Ex-WSVer Beyhan Ametov und Tristan Duschke.

Vor dem bergischen Derby testet Velbert am Mittwoch (12. August 2026) noch gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, der am 18. Juli bereits im Stadion am Zoo zu Gast war und 6:0 gewann. Der WSV hat dagegen eine komplette Trainingswoche vor sich. Die will Trainer Tim Schneider dazu nutzen, die Akkus wieder aufzuladen. Gegen Schonnebeck musste seine Mannschaft ab der 86. Minute in Unterzahl agieren, überstand nach der roten Karte gegen Stürmer Eren Albayrak aber die Verlängerung und setzte sich im Elfmeterschießen mit 7:6 durch. (Bilder)

Bilder: WSV mit Triumph im Niederrheinpokal
52 Bilder

WSV mit Triumph im Pokal

52 Bilder
Foto: Wuppertaler Rundschau/Dirk Freund

Albayrak ist gesperrt und darf in Velbert nicht auflaufen. Sportvorstand Lennart Strufe wertet die Entscheidung von Schiri Jens Laux, der ein Foulspiel mit offener Sohle in den Spielbericht eingetragen hatte, nach Ansicht des Videos anders. Die Aktion sei „ganz klar seitlich“ angesetzt gewesen. Mehr als eine Sperre von einem Spiel erwartet der WSV deshalb nicht.

Derweil füllt sich der Kader langsam wieder. Felix Herzenbruch feierte im Pokal sein Comeback, Subaru Nishimura steigt in dieser Woche ins Mannschaftstraining ein. Auch Brian Igbinadolor soll wieder komplett mitmischen. Wie schwer die Verletzung von Duje Goles ist, ist noch nicht ganz klar. Strufe ist unterdessen weiter in Verhandlungen mit potenziellen und vor allem erfahrenen Neuzugängen. Mindestens zwei sollen es noch werden.

Aus dem Derby will der WSV mindestens einen Punkt mitnehmen. Zusammen mit dem Sieg im Pokal wäre das dann eine ordentliche Werbung für das erste Liga-Heimspiel am 21. August um 19:30 Uhr im Stadion am Zoo, wenn erneut Schonnebeck der Gast ist. Am 30. August reist der WSV dann zum FC Büderich – und hofft inständig, dass sich die Ausschreitungen, die zum Zuschauerausschluss geführt hatten, sich keinesfalls wiederholen.