Im November 2025 hatten rund 40 WSV-Anhänger nach der 0:1-Niederlage im Niederrheinpokal im Stadion Am Eisenbrand randaliert und damit überregional für Schlagzeilen gesorgt. Und für einen finanziellen Schaden: Der belief sich nach Angaben der Stadt Meerbusch auf rund 4.300 Euro.
Drei Tatverdächtige wurden nach Angaben der Polizei seinerzeit identifiziert, vier Strafanzeigen geschrieben – unter anderem wegen Landfriedensbruchs, die Verfahren laufen zum Teil noch. Hinzu kamen die Einnahmenausfälle, nachdem der Fußballverband Niederrhein den WSV zu einem Zuschauerausschluss in der ersten Pokalrunde 2026/27 verurteilt hatte.
Das soll aber nun der Vergangenheit angehören. So wurde die Partie am Sonntag nicht als Spiel mit erhöhtem Sicherheitsrisiko eingestuft. „Dafür spricht unter anderem, dass weder der Platzverein, der eine solche Entscheidung nach den aktuellen Richtlinien des Verbandes nach Anhörung der Sicherheitsorgane hätte treffen und kommunizieren müssen, noch die ZIS (Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste) dieses Spiel als ,Spiel mit erhöhtem Risiko‘ eingestuft haben. Demnach besteht unsererseits kein Handlungsbedarf“, so die Stadt Meerbusch als Stadion-Eigentümerin gegenüber der Rundschau.
Das bestätigen auch die Ordnungskräfte des Rhein-Kreises Neuss: „Die anstehende Partie wird seitens der Polizei und nach Rücksprache mit den beteiligten Vereinen nicht als Hochsicherheitspartie eingestuft. Dennoch wird die Polizei die Begegnung mit lageangepassten Kräften begleiten und für Sicherheit sorgen.“ Man werde „mit ausreichenden Kräften vor Ort sein“.
Die WSV-Gremien hatten mehrfach betont, sich über eine intensive, aber eben sportlich-faire Unterstützung zu freuen. Alles andere schade dem Verein. In Velbert und gegen Schonnebeck hatten die Fans die junge Mannschaft jeweils die gesamte Partie über vorbildlich unterstützt. Das soll auch am Sonntag wieder so sein – diesmal allerdings mit einem Erfolgserlebnis am Ende.