Nach Angaben aus dem Polizeipräsidium war ein 21 Jahre alter Verkehrsteilnehmer gegen 23:30 Uhr in Richtung Sonnborner Kreuz unterwegs. Mutmaßlich wegen überhöhter Geschwindigkeit (erlaubt sind 60 km/h) und nach einem Fahrstreifenwechsel verlor er die Kontrolle über seinen Wagen.
Ihm gelang es nicht mehr, ihn wieder in die Spur zu bringen. Stattdessen kollidierte der Pkw mehrmals mit den Wänden des Tunnels, bis er stehen blieb. Gegen den 21-Jährigen, der unverletzt blieb, wird nun laut Polizei „wegen des Verdachtes des illegalen Kraftfahrzeugrennens“ ermittelt.
Der alarmierte Rettungsdienst untersuchte und behandelte den Mann sowie seine 18 und 19 Jahre alten Beifahrer, die sich leichte Verletzungen zugezogen. Der Burgholztunnel wurde für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen in Richtung Sonnborn für mehrere Stunden komplett gesperrt.
Die Polizei sicherte die Spuren auf der Fahrbahn und an den Wänden und beschlagnahmte das Auto für weitere Untersuchungen. Gegen den Fahrer wurde eine Strafanzeige angefertigt. Die Höhe des an dem Wagen und am Bauwerk entstandenen Sachschadens ist noch nicht bekannt.
Als Folge der Sperrung bildete sich ab dem vorgelagerten Tunnel Hahnerberg ein Stau. Mit erheblichen Folgen. An dessen Ende nahmen insgesamt sechs Autofahrerinnen beziehungsweise Autofahrer sowie ein Motorradfahrer gegen 6 Uhr die Situation zu spät wahr. Die Wagen und das Motorrad stießen zusammen.
Eine Frau war in ihrem Auto eingeklemmt. Die Wuppertaler Feuerwehr befreite sie. Nachdem sie im Rahmen der Ersten Hilfe versorgt worden war, wurde sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Über ihren genauen Gesundheitszustand liegen keine Informationen vor.
Die Feuerwehr beendete ihren Einsatz am Morgen. Der Burgholztunnel wurde gegen 8:30 Uhr wieder freigegeben.