Markus Pütz (Trainer Bergischer HC): „Es ist so, dass ich diese Niederlage mit auf meine Kappe nehme. Ich habe einen Wechselfehler produziert. Das war in einer Phase, in der wir hätten rankommen können. Uns fehlte der Umschwung, das Unentschieden. Da ging Stuttgart dann wieder weg.
In der ersten Halbzeit haben wir zu viele technische Fehler gemacht. Ansonsten haben wir eine sehr gute Abwehrleistung gezeigt. Viele Sachen haben wir Stuttgart weggenommen. In der zweiten Halbzeit war Stuttgart immer diese zwei, drei, vier Tore vorne. Wir hätten eine Phase gebraucht, um näher dranzukommen. Dann wäre etwas möglich gewesen.
Generell sind wir mit der Entwicklung zufrieden. Im letzten Jahr hatten wir keine Chance in Stuttgart. Jetzt haben wir gegen eine stärkere Stuttgarter Mannschaft gespielt und hatten das enge Spiel. Schade, aber das geht auf mich. Die Jungs haben sehr gut gekämpft, und am Ende gewinnt Stuttgart verdient.“
Misha Kaufmann (Trainer TVB Stuttgart): „Wir verwerfen 14 freie Bälle inklusive drei Siebenmetern. Das lässt den BHC am Leben. Das ist das Gefährliche, weil der Gegner immer dran war. Und dann kam die Phase, in der man es auch in der Halle gemerkt hat, dass das Spiel kippen kann. Der BHC hat gute Torhüter-Paraden bekommen. Es war ein typisches erstes Spiel – irgendwie verkrampft, man steht sich selbst auf den Füßen. Deshalb sind wir froh über die beiden Punkte. Die sind wichtig und lösen sicher auch den Knoten ein bisschen.“
Fabian Gutbrod (Sportlicher Leiter Bergischer HC): „Es tut schon etwas weh, weil man sich natürlich wünscht, mit einem Sieg zu starten. Stuttgart wäre wohl schlagbar gewesen. Aber wir haben doch etwas zu viele technische Fehler in der ersten Halbzeit gemacht – gerade in den Sieben-gegen-Sechs-Situationen. Da haben wir drei Treffer ins leere Tor bekommen.
In der zweiten Halbzeit haben wir es im Angriff besser gemacht, aber die Kräfte schwinden auch ein wenig durch die Vielzahl der Zweikämpfe. Wir haben es leider verpasst, das Ergebnis enger zu stellen. Das Gefühl, dass etwas möglich ist, war die ganze Zeit da. Am Ende ist es ein bisschen unglücklich für uns, auch wenn der Sieg für Stuttgart in Ordnung geht. Sie haben fast die ganze Zeit geführt. Aber man hat unser Potenzial gesehen, und wir wissen, woran wir arbeiten müssen.“