ESC-Blog des Wuppertaler Musikexperten Peter Bergener Der ESC 2027 findet in maritimer Kulisse statt

Wuppertal / Burgas · Das war eine große Überraschung der Europäischen Rundfunkunion (EBU) am Mittwoch (14. August 2026)! Nein, nicht das Datum, sondern der Ort, an dem der nächste ESC in Bulgarien stattfinden wird.

Peter Bergener in Wien mit Mitgliedern einer bulgarischen Tanzgruppe.

Foto: Peter Bergener

Die Wahl fiel nicht auf die Hauptstadt Sofia, sondern auf Burgas am Schwarzen Meer. Die Sängern Dara hatte bekanntlich dieses Jahr in Wien den allerersten Sieg mit ihrem Hit „Bangaranga“ für das südöstliche EU-Land geholt. Im Gegensatz zum diesjährigen ESC-Spektakel in Wien erwartet die Fans nun im kommenden Jahr eine maritime Kulisse. Das Finale wird am 15. Mai 2027 ausgetragen, und zwar in der 2023 eröffneten Arena Burgas, die bei Konzerten bis zu 15.000 Zuschauerinnen und Zuschauer fasst.

Burgas mit rund 200.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist die viertgrößte Stadt Bulgariens. Und vor allem der Sonnenstrand macht die Region zu einer maritimen Partylocation. Doch wer denkt, dass man dort günstig den ESC erleben kann, der täuscht sich – zumindest was seit Mittwoch die Hotelpreise angeht. Denn die explodieren seit der Bekanntgabe immens. Ich denke aber, dass es sich in den kommenden Monaten beruhigen wird, denn auch in Wien gab es später dann doch noch erträgliche Angebote.

Das Gruppenbild.

Foto: Peter Bergener

Doch auch weitere News des ESC gibt die EBU bekannt: Unabhängig von der Ortswahl verschärft man nun die Bedingungen für die Austragung des ESC. Künftig dürfen nur noch Länder mit einer stabilen Sicherheitslage das größte Musik-Event der Welt ausrichten. Ein Siegerland scheidet automatisch als Gastgeber aus, falls ein bewaffneter Konflikt, eine gefährliche geopolitische Lage oder eine andere Situation die Sicherheit des dann betreffenden Landes beeinträchtigt.

Die EBU wird in diesem Fall einen alternativen Sender bestimmen. Ein aktuelles Beispiel nennt die EBU übrigens nicht, aber nach meiner Meinung war der Auslöser das in den Iran-Krieg verwickelte Israel, das dieses Jahr den 2. Platz beim ESC belegte und damit bei einem möglichen Sieg der nächste Ausrichter geworden wäre.

Jetzt heißt es aber: Es geht 2027 ans Meer. Und dann singe ich beim ESC „Pack die Badehose ein“ und natürlich, bei all den Ereignissen nicht zu vergessen, unser Siegerlied von 1982 „Ein bisschen Frieden“, dessen Botschaft aktueller denn je geworden ist.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen noch einen schönen und sonnigen und vor allem friedlichen Sommer. Bis bald, Euer Euro-Music-Peter!