Toll, dass es in der Eurovision keine geplanten Siege und es Überraschungen gibt. Früher gab es das ja fast immer, aber in den vergangenen Jahren kannte man schon vorher so ein oder zwei heiße Favoriten, die dann auch den Sieg holten.
Was für eine Freude für Bulgarien, wo sie doch dieses Jahr als Rückkehrer beim ESC 2026 gestartet sind. Das Land nahm erstmals 2005 am Eurovision Song Contest teil. Das Debüt war dabei allerdings nicht erfolgreich. Der Song erreichte im Halbfinale nur Platz 19 von 25 und konnte sich somit nicht für das Finale qualifizieren. (Bilder)
ESC-Empfang mit Sarah Engels
2009 holte Bulgarien dann sein bisher schlechtestes Ergebnis im ESC: Krassimir Awramow belegte nur den drittletzten Platz im Halbfinale und holte mit sieben Punkten ebenfalls Bulgariens niedrigste Punktzahl beim ESC.
Doch es folgten auch erfolgreiche Jahre: Zum Beispiel mit Poli Genowa, die 2016 mit dem Song „If Love Was A Crime“ im Finale einen herausragenden vierten Platz erreichte – oder etwa 2017 mit Kristian Kostov („Beautiful Mess“) und einem zweiten Platz.
Aufgrund der hohen finanziellen Belastung zog sich Bulgarien zurück, aber die dreijährige Pause hat sich gelohnt. Bulgarien mit der Künstlerin Dara“ und dem energiegeladenen Song „Bangaranga“ ist der Sieger beim 70. ESC. Der Song reißt einen direkt zum Mittanzen mit, und ich mag sehr den abrupten Rhythmuswechsel in dem Lied mit starken elektronischen Beats. Das gibt einen europäischen Hit!
In Bulgarien ist Dara auch sehr bekannt und beliebt. Nach ihrer Finalteilnahme bei „The X Factor 2015“ wurde sie zu einer der erfolgreichsten Sängerinnen des Landes mit zahlreichen Nummer-eins-Hits.
Eigentlich hatte ich es schon wissen müssen, denn schon bei meinem ersten Tag in Wien hatte ich meine erste Begegnung mit Menschen aus Bulgarien beim Fest in Wien am 9. Mai ganz im Zeichen des Europatags … Wir hatten uns auf dem Straßenfest auch über den ESC-Song unterhalten und die Bulgaren hatten solch eine Energie und Freude und waren so stolz auf ihren Song.
Toll finde ich das und sage „Auf nach Sofia 2027“. Viele musikalische Grüße, der Euro-Music-Peter!