ESC-Blog des Wuppertaler Musikexperten Peter Bergener Deutscher Vorentscheid: Neun Songs und eine Favoritin

Wuppertal / Berlin · Endlich fast Ende Februar 2026! Ich kann es kaum erwarten, denn am Samstag (28. Februar 2026) um 20:15 Uhr wird entschieden, welcher Act Deutschland bei der 70. Jubiläumsausgabe des ESC in Wien vertreten darf.

Peter Bergener und Paolo Felix im Jahr 2025.

Foto: Peter Bergener

In der Liveshow im Ersten und in der ARD-Mediathek wird es neun Songs geben, und ich kann Euch schon sagen, dass für jeden musikalischen Geschmack etwas dabei ist: angefangen vom modernen Pop-Sound bis hin zu sehr gefühlvollen Balladen und auch Disco-Pop ist mit von der Partie.

Die folgenden Acts haben alle dasselbe Ziel: Das Ticket für den ESC in Wien, um Deutschland am 16. Mai in Wien zu vertreten. Mit dabei sind BELA mit dem coolen Song „Herz“, „Dreamboys The Band“ mit „Jeanie“, Laura Nahr mit „Wonderland“, Malou Lovis mit „When I’m with you“, Molly Sue mit einer wunderschönen Ballade „Optimist (Ha Ha Ha)“ und Myle mit „A OK“.

Dann gibt uns das Duo Ragazzki mit „Ciao Ragazzki“ hitverdächtige Italo-Disco-Vibes. Außerdem dabei ist Sarah Engels, die mit ihrem internationalen Song „Fire“ ein kraftvolles Zeichen für Empowerment setzt. Und zu guter Letzt wird der Liechtensteiner „wavvyboi“ mit dem Song „black glitter“ Genregrenzen sprengen. Ich kann Euch versprechen: Unterschiedlicher könnten die Acts kaum sein, aber ich persönlich habe noch keinen Favoriten. Zwar habe ich mir alle Songs auf YouTube angehört, aber ich warte bis Samstag auf deren „Live-Performance“.

Einen Favoriten habe ich aber doch an dem Abend, aber ganz außer Konkurrenz, denn unter den prominenten Gaststars ist die ESC-Legende Paola Felix! Darüber freue ich mich so sehr, denn Paola fand ich immer schon total super, sei es als Sängerin sowie auch als Fernsehmoderatorin. Mit ihrem Ehemann Kurt Felix und der Sendung „Verstehen Sie Spaß?“ schrie sie Fernsehgeschichte.

Ja, und ESC-Legende Paola vertrat 1969 mit „Bonjour, Bonjour“ die Schweiz, erreichte einen fünften Platz und dann 1980 nahm sie erneut – wiederum für die Schweiz – teil und belegte mit „Cinéma“ (gehört zu einem meiner Lieblingssongs des ESC) einen grandiosen vierten Platz. Beim ESC 2025 in Basel sang sie im Rahmenprogramm übrigens ihren Beitrag „Cinéma“ von 1980 erneut, und ich war mega begeistert.

1982 versuchte sich Paola noch einmal in Deutschland beim deutschen Vorentscheid mit dem von Ralph Siegel und Bernd Meinunger komponierten Song „Peter Pan“ hinter Nicole auf Platz zwei. Und natürlich nicht zu vergessen, die unzähligen anderen Hits von Paola außerhalb des ESC. Am 30. September 2025 habe ich übrigens Paola persönlich getroffen bei der Geburtstags-Party von Ralph Siegel in München.

Aber es sind natürlich auch noch andere Prominente an Bord: Neben den energiegeladenen Doppel-Moderatorinnen Barbara Schöneberger und Hazel Brugger sind Comedienne Carolin Kebekus, der Schauspieler Hans Sigl, Abor & Tynna (die Gewinner des ESC-Vorentscheids 2025) sowie Michael Schulte, der Deutschland beim ESC 2018 vertreten hat, mit am Samstag in der Live-Show.

Nachdem wir alle neun Acts gehört haben, wird im ersten Schritt am Samstag eine internationale Fachjury aus 20 ESC-Teilnehmerländern entscheiden und wählt ihre drei aussichtsreichsten Favoriten. Sind die Favoriten dann von der Jury gewählt, entscheidet in einem zweiten Schritt alleine wir, das Publikum, welcher der drei Acts Deutschland am 16. Mai beim 70. Jubiläum des größten Musikwettbewerbs der Welt in Wien vertreten wird. Ich hoffe so sehr, dann „Germany 12 points“ zu hören!

Lasst uns gemeinsam fiebern mit den neun Acts nächsten Samstag und erfreuen wir uns in der Sendung auf nostalgische Rückblicke der sieben Jahrzehnte „Eurovision Song Contest”!

Viele musikalische Grüße aus dem ICE in Richtung Berlin. Ich halte Euch weiter auf dem Laufenden! Euer Euro-Music-Peter!