Nun haben wir es endlich schwarz auf weiß. Der WSV ist abgestiegen. Bevor wir uns in das Tal der Tränen stürzen, heißt es zu sagen: Danke, Herr Manno! Sie haben es geschafft, die Marke WSV in kurzer Zeit krachend an die Wand zu fahren. Sie haben für die Saison 25/26 einen sehr eigenartigen Kader zusammengestellt. Keinen Leitwolf, keine Führungsspieler. Das hat nichts mit Geld zu tun, denn andere Vereine, die auch ein kleines Budget hatten, haben die Klasse erhalten.
Aber es kam noch schlimmer. Zum Jahreswechsel entlassen Sie den Trainer. Ohne sichtbaren Grund (oder aus persönlicher Eitelkeit). Verpflichten einen neuen Trainer, der so gut wie keine Erfahrung hatte oder immer noch nicht hat. Noch unverständlicher ist, dass sie 5 (!) Spieler von den Mitkonkurrenten verpflichten, die dort nicht mehr zum Einsatz kamen oder schon aussortiert waren.
Noch schlimmer war, dass danach der Einzige, der WSV-Blut in den Adern hat, Herrn Richter, den Verein verlassen hat. Nun ging es mit wunderlichen Aufstellungen weiter. Gute Spieler, die gab es, wurde schlechter oder waren nicht mehr im Kader. Der Abstieg war schon vorprogrammiert. Das macht sich, Herr Manno, sehr gut in Ihrer persönlichen Lebensvita. Die Ultras hatten also doch Recht, die Ihren Abgang gefordert haben.
Nun hat der WSV einen Verwaltungsrat nachdem Motto „Maße statt Klasse“. Keiner der Herren hat nur einen Hauch von einer fußballerischen Version (Herr Richter hat das). Der sollte sofort wieder aktiviert werden. Seine erste Aufgabe wird sein, den Trainer sofort zu entlassen und sofort einen neuen Trainer zu installieren. Dann Klarheit in dem neuen Kader zu schaffen. Das erfordert Arbeit, Zeit und Gefühl.
Es gibt nicht viel Zeit, sonst ist die Marke WSV für immer vom Bildschirm verschwunden.
Peter Schneider
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