Zunächst hängt alles vom Zweitligisten Fortuna Düsseldorf (37 Punkte, Tordifferenz minus 17) ab. Der bezwang am Sonntagnachmittag den Aufstiegskandidaten SV Elversberg mit 3:1. Gewinnt die Fortuna am kommenden Sonntag (17. Mai) auch den Abstiegskrimi bei Greuther Fürth (34 Punkte, minus 22), sind aus Sicht des WSV alle Rechenspiele obsolet – weil dann auch Düsseldorfs Zweite in der Regionalliga bleibt und keinen Platz freimacht.
Siegt Fürth mit drei Toren Unterschied, rückt Düsseldorf mindestens auf den Relegationsplatz – oder steigt direkt ab, sollte Arminia Bielefeld (36 Punkte, minus 13) gegen Hertha BSC mindestens einen Punkt holen. Das alles reicht aber nicht, wenn der WSV (26 Punkte, minus 33, gegen den Bonner SC) in der Regionalliga am letzten Spieltag nicht noch den SC Wiedenbrück (26 Punkte, minus 28, gegen die U23 von Borussia Dortmund) überholt. Rödinghausen (in Paderborn) liegt zwar mit 29 Punkten in Schlagweite, hat aber mit minus 15 die deutlich bessere Tordifferenz. (Bilder)
WSV-Remis in Düsseldorf
Sollte Düsseldorf Profiteam in die Relegation müssen, entscheidet sich ohnehin erst am 21. und 25. Mai gegen den Dritten der 3. Liga, ob die Fortuna die Klasse hält oder nicht. Im zweiten Fall müsste die Reserve den Startplatz in der Regionalliga laut Statuten räumen.
Wie lange der WSV unterdessen seine Planung hinauszögern kann, wird sich zeigen. Momentan äußern sich die Gremien noch nicht. Möglicherweise fällt in der kommenden Woche die Entscheidung, ob der bisherige Berater Stephan Küsters offizielle Sportchef wird – und er dann den neuen Kader und das Testspiel-Programm zusammenstellt.
Zudem müsste er natürlich auch die Frage beantworten, ob Mike Wunderlich Cheftrainer bleibt. Abgesagt haben beide nach Rundschau-Informationen bislang noch nicht, zugesagt aber auch nicht. Entscheidend sind für sie mutmaßlich die Etatzahlen und vor allem die damit verbundenen Perspektiven.
Denn: Welche Zielsetzung der WSV in der kommenden Saison hat, ist zurzeit mit Blick auf Liga 5 noch offen. In der Regionalliga wäre es wegen alles andere als prall gefüllten Kassen höchstwahrscheinlich der Klassenerhalt. Ob in der Oberliga der direkte Wiederaufstieg angepeilt werden kann, muss sich erst noch zeigen. Zumal der KFC Uerdingen (59 Punkte) nach dem 1:6 in Schonnebeck drei Spieltage vor dem Saisonende hinter Ratingen (63) und Hilden (62) liegt und den Sprung nach oben zu verpassen droht.
Sollte es den WSV erwischen, würde er am 15. oder 16. August in die Oberliga Niederrhein starten. Für das Wochenende davor ist die erste Runde des Niederrheinpokals angesetzt. Die Regionalliga beginnt bereits vom 31. Juli bis 2. August.