Die Stimmen nach dem Spiel BHC-Sportchef Gutbrod: „Zu 100 Prozent ein gewonnener Punkt“

Wuppertal · Ob der Tabellenkonstellation und des Spielverlaufs kann der Handball-Bundesligist BHC mit dem 28:28 in Minden zweifelsohne leben. Die Stimmen nach dem Abpfiff in der Kampa-Halle.

BHC-Sportchef Fabian Gutbrod (li.) und Geschäftsführer Jörg Föste (Archivbild).

Foto: Dirk Freund

Markus Pütz (Trainer Bergischer HC: „Ein Unentschieden, was sicherlich in Ordnung geht, alleine wenn man schaut wie eng das Spiel über die 60 Minuten ist. Sicherlich hätten beide Seiten gerne einen Sieg mitgenommen. Es war hart umkämpft und sicherlich kein schönes Spiel. Wir kommen eigentlich besser rein. Nach dem 11:11 wechselt dann die Führung immer mit einem Tor hin und her auf Unentschieden.

Ähnlich ist es dann in der zweiten Halbzeit und wir verzocken uns dann fast mit dem 7 gegen 6, weil wir den Ball wegwerfen und nicht in Führung gehen, sondern Minden wieder in Führung geht. Ansonsten aber ein aufopferungsvoller Kampf. Minden macht das gut in der Deckung, wie sie unsere Kreisläuferkooperation wegnehmen. Da sind wir etwas zu statisch und uns fehlt die Breite. Hinten haben wir GWD sieben bis acht Mal im Zeitspiel und der Ball geht dann doch noch rein, was etwas ärgerlich ist. Es ist jetzt ein Unentschieden, was beiden Seiten nur bedingt hilft, aber in Summe ist es das faire Ergebnis.“

Aaron Ziercke (Trainer GWD Minden): „Ja, eigentlich ist alles gesagt zu einem Spiel, in dem sich beide Mannschaften arg bekämpft und mit maximalem Einsatz gespielt haben. Ich glaube, wir haben in der ersten Halbzeit gut verteidigt und es über das ganze Spiel ganz gut hinbekommen. Wir haben über die Defensive viele Bälle gewonnen, was wichtig war.

Das Spiel bleibt die ganze Zeit knapp, und wir bekommen es dann hin, die Halle ein wenig anzuzünden, und kommen gegen Ende des Spiels etwas weg. Aber dann liegen Glück und Pech oft nah beieinander. Ich glaube, wenn der Siebenmeter nicht vom Innenpfosten rausgeht, sondern rein, dann geht das Spiel vielleicht anders aus. Andersrum, wenn Wasielewski den Pass noch gespielt bekommt im Gegenzug, dann können wir auch noch mit ganz leeren Händen dastehen.

Ich glaube, der BHC kann mit dem Punkt ein wenig besser leben als wir, aber wir müssen uns nicht verstecken. Die Jungs haben in den letzten Spielen alles gezeigt und wir werden in den verbleibenden drei Spielen alles reinhauen und im Juni sehen, was der Punkt heute vielleicht wert war oder nicht.“

Fabian Gutbrod (Sportlicher Leiter Bergischer HC): „Das ist zu 100 Prozent ein gewonnener Punkt für uns. GWD Minden hat es sehr gut, sehr geduldig gegen uns gemacht und trotz Zeitspiel immer wieder gute Lösungen gefunden. In der zweiten Halbzeit war gefühlt jede Minute wichtig.

Im Vergleich zum Wetzlar-Spiel machen wir es gut, indem wir in unserer schlechten Phase Minden nicht mehr als zwei Tore Vorsprung erlauben. Dass wir am Ende mit einem Punkt nach Hause fahren, ist schon auch glücklich. Dass Kim Voss-Fels als ungelernter Außen ein so wichtiges Tor macht, freut mich für uns und ihn.“

(red)